Sind Bananen schädlich oder sind sie gesund für Hunde?

Bananen – ein guter Snack oder schädlich?

Auch wenn unsere Hunde keine Affen sind, so gibt es genügend Vierbeiner die der gelben süßen Versuchung nicht widerstehen können. Aber ist das Verfüttern von Bananen gut für den Hund? Oder sind Bananen gar schädlich?

In diesem Artikel klären wir nicht nur die Frage, ob Hunde Bananen fressen dürfen, sondern auch ob und inwieweit sie gesund, oder gar schädlich sind.

Nährstoffgehalt von Bananen

Die köstliche gelbe Frucht ist sehr nahrhaft und ein guter Energielieferant, von dem auch unsere Hunde profitieren können. 100g Banane beinhaltet 89 Kalorien, von denen 93% aus Kohlenhydraten, 4% aus Eiweiß und 3% aus Fett stammen. Leider gehen rund 53% des gesamten Kohlenhydratgehalts auf das Konto des Fruchtzuckers. Darum sollten insbesondere sehr reife Bananen nicht an bereits übergewichtige Hunde verfüttert werden.

Bananen sind generell nicht als dauerhaftes Nahrungsmittel geeignet, sondern sollten lediglich ab und zu als Snack gegeben werden. Sie liefern beispielsweise Energie im Winter oder in Phasen erhöhter Beanspruchung. Bananen beinhalten viele wertvolle Nährstoffe. Welche das sind klären wir jetzt.

Kalium / Kalium:

Beim Menschen ist Kalium für die Aufrechterhaltung der Zell-, Nerven- und Muskelfunktion von wesentlicher Bedeutung und Teil des sehr wichtigen Natrium-Kalium-Pumpmechanismus. Bei Hunden hat Kalium ähnliche Vorteile, einschließlich eines erhöhten Stoffwechsels und einer erhöhten Funktion des Nervensystems sowie der Aufrechterhaltung eines normalen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts.

Kalium hat sich als besonders nützlich bei älteren Menschen erwiesen, da es zur Verbesserung der kognitiven Funktion beitragen kann. Indem die Blutgefäße im Gehirn effizienter erweitert werden, wird die Durchblutung erhöht und die Zufuhr von Sauerstoff und anderen essentiellen Nährstoffen verbessert. Dies kann auch bei älteren Hunden zu einer erheblichen Verbesserung der kognitiven Funktion führen, denn auch bei ihnen hat Kalium eine solche Wirkung.

Kalium ist ebenfalls wichtig bei der Muskelkontraktion und hilft Muskelkrämpfen vorzubeugen. Dieser Nährstoff kann somit auch dazu beitragen die allgemeine Mobilität Ihres Hundes zu verbessern. Darüber hinaus kann ein ausreichender Kaliumspiegel im Blut dazu beitragen, die Menge an Kalzium zu erhöhen, welches zur Erhöhung der Knochendichte verwendet wird. Dies stärkt die Knochen und macht sie widerstandsfähiger gegen Frakturen.

Omega-3-Fettsäuren:

Obwohl die in Pflanzen vorkommende Art der essentiellen Fettsäure in Form von Alpha-Linolensäure vorliegt, bietet diese Fettsäure außergewöhnliche Vorteile, die den von Fischen stammenden EPA und DHA etwas ähneln. Alpha-Linolensäure beeinflusst Entzündungsgeschehen und schützt das Herz. Herz- und Kreislauferkrankungen sind bei Hunden jedoch zum Glück eher selten.

Vitamin C:

Eines der bekanntesten Vitamine ist Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt. Auch unsere Hunde profitieren von diesem Vitamin, insbesondere hinsichtlich der antioxidativen Wirkung. Aber auch die Wirkung auf die Haut, durch die Förderung der Kollagenproduktion, ist nicht zu unterschätzen. Vitamin C fördert somit eine gesündere Haut, welche als Abwehr externer Bedrohungen, wie Keime, wichtig ist.

Cholin:

Dieser Mikronährstoff hat gleich mehrere wichtige Aufgaben im Körper. Unter anderem ist er zuständig für die Aufrechterhaltung einer optimalen Leberfunktion. Dies ist besonders wichtig, da die Leber das Organ ist, welches für die Entgiftung zuständig ist. Neben einer gesünderen Leberfunktion kann Cholin auch eine verbesserte Gehirn- und Nervenfunktion unterstützen, da es für die Kommunikation der Nervenzellen essentiell ist. So unterstützt es auch die Funktion der Muskeln, da es hilft die Nervenreizen schneller und besser zu übertragen.

Magnesium und Phosphor:

Beide Mineralien sind wichtig für die Bildung und Erhaltung gesünderer und stärkerer Knochen, was wiederum dazu beitragen kann, die Mobilität von Hunden zu verbessern.

Phytosterole:

Diese Sterole sind wesentliche Bestandteile von Zellmembranen und stellen sicher, dass die verschiedenen Strukturen innerhalb der Zelle angemessen gegen verschiedene Störungen und Bedrohungen geschützt sind. Es wird hauptsächlich angenommen, dass es die schützenden Vorteile von Krebs und die Senkung des Cholesterinspiegels beim Menschen betrifft. Bei Hunden sind Phytosterine wichtig für die Aufrechterhaltung der Hautintegrität sowie für die allgemeine Fellgesundheit.

Wie viele Bananen sind gesund?

Wie alle Dinge, die übermäßig konsumiert werden, kann es auch bei Bananen zu unerwünschten Reaktionen kommen. Da Bananen stopfend wirken kann ein übermäßiger Konsum nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Hund zu Verstopfung führen. In kleineren Mengen unterstützen Bananen jedoch die Darmfunktion, da sie Ballaststoffe enthalten. Das enthaltene Pektin wirkt durchfalllindernd, weswegen Banane bei Hunden mit Durchfall durchaus sinnvoll sein kann. Insbesondere reife Bananen, welche mit einer Gabel zerdrückt und an der Luft etwas braun geworden sind, sind hier besonders gut geeignet.

Was die Mengen angeht, die Sie Ihrem Hund füttern können, hängt es natürlich davon ab wie groß Ihr Hund ist. Einem kleinen Hund sollten Sie nicht mehr als ein kleines Stückchen Banane geben. Ein großer Hund kann durchaus eine halbe bis ganze Banane fressen. Aber bitte nicht täglich. Besser alle 2 bis 3 Tage oder nur ganz selten als besonderes Leckerchen. Übertreiben Sie es aber nicht, denn wie bereits erwähnt enthalten insbesondere gelbe Bananen viel Fruchtzucker, welcher auf Dauer dazu führen kann, dass Ihr Hund zunimmt. Insbesondere dann, wenn Sie die durch die Banane zugeführten Kalorien bei der regulären Fütterung nicht berücksichtigen.

Achten Sie auch darauf, Ihrem Hund keine Bananenschalen zu geben. Bananenschalen sind zwar für Ihren Hund an sich nicht giftig, können aber Pestizide enthalten oder den Verdauungstrakt blockieren. Um sicher zu gehen, sollten Bananen daher ausschließlich geschält verfüttert werden.

Bananen-Snacks

Bananen können nicht nur pur gegeben werden, sondern erweisen sich als Allroundtalent, wenn es darum geht Leckerchen, Kekse oder andere Leckereien für Hunde zu kreieren. So eignet sich die Banane, in Scheiben geschnitten und im Ofen getrocknet, als toller Snack für unterwegs. Aber auch als Brei püriert in Kombination mit Haferflocken, etwas Wasser und vielleicht noch etwas Apfel ist die Banane beispielsweise als Füllung für den Kong geeignet. Oder als Brei in einer Quetschtube für unterwegs. Gequetschte Banane mit etwas Mehl, Ei und ein paar Haferflocken zu Keksen geformt und gebacken ergeben tolle Leckerchen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, da sich die Banane in vielen Varianten verarbeiten lässt. Ebenfalls beliebt ist die Mischung aus Banane und Erdnussbutter. Allerdings hat dieser Snack wahnsinnig viele Kalorien und sollte daher wirklich selten und nur in kleinen Mengen gegeben werden.