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Kokosöl – das weiße Wunder

Kokosöl wird aus dem weißen Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Die Herstellung kann auf zwei Wegen erfolgen: Industriell oder biologisch.

Industrielle Herstellung von Kokosöl

Bei der industriellen Herstellung werden die Früchte vor der Verarbeitung getrocknet. Teilweise vergehen Monate bevor sie weiterverarbeitet werden. Zur Entfernung der Schale werden oftmals Chemikalien verwendet. Dann wird das Fruchtfleisch zerkleinert, stark erhitzt und danach mechanisch gepresst. Oftmals wird es danach raffiniert und teilweise sogar gebleicht, damit es dem „Anspruch“ der Kunden genügt, denn die wollen oft rein weißes Kokosöl.

Biologische Herstellung von Kokosöl

Bei der biologischen Herstellung hingegen werden in der Regel Früchte aus biologischem Anbau verwendet. Sie werden nicht erst getrocknet, sondern direkt frisch verarbeitet. Die Kokosnüsse werden oft sogar von Hand geschält, damit keinerlei Chemie zum Einsatz kommen muss.

Direkt nach dem Schälen wird das „weiße Gold“ zerstückelt und gepresst. Nach der Pressung wird das biologische, kaltgepresste und native Kokosöl nicht raffiniert oder gebleicht, sondern lediglich gefiltert. Nach diesem Schritt erfolgt dann direkt die Abfüllung.

Ganz klarer Vorteil der biologischen Herstellung ist der reine Geschmack, die Natürlichkeit und der Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe, welche, ohne die bei der mechanischen Herstellung üblichen Erhitzung, erhalten bleiben.

Kokosöl ist bei normaler Raumtemperatur fest. Steigt die Umgebungstemperatur jedoch, nimmt man es in die Hand, oder erwärmt es in der Pfanne, dann wird es flüssig. Bei der Verwendung für unsere Vierbeiner lässt es sich durch die Körperwärme hervorragend in den Händen schmelzen und zerreiben.

Kokosöl - wertvolle Inhaltsstoffe

Kokosöl ist in der heutigen Zeit sehr beliebt. Sie können es selbst als Nahrungsergänzugsmittel, zum Kochen, als hausgemachte Zahnpasta, Deoporant, um Ihre Haut zu befeuchten oder für Ihre Haare verwenden.

Wegen seiner antibakteriellen, antimykotischen und antiviralen Eigenschaften verwenden viele Menschen auch Kokosöl für eine Reihe von medizinischen Zwecken.

Obwohl Nahrungsergänzugsmittel für Hundebesitzer ein verwirrendes Thema sein können, wissen Sie wahrscheinlich über die Vorteile der Fütterung von Omega-3 Öle wie Fisch, Krill oder Leinsamen Öle an Ihren Hund. Diese Öle enthalten essentielle Fettsäuren, die, wie der Name schon sagt, für die Gesundheit Ihres Hundes wesentlich sind.

Kokosnüsse stellen für die Völker der Südsee ein Grundnahrungsmittel dar – ein Grundnahrungsmittel, mit dem sie über Jahrtausende hinweg leistungsfähig und gesund blieben, ohne sich je über Diabetes, Cholesterinwerte, Herzinfarkte oder Schlaganfälle Gedanken machen zu müssen.

Sicher andere Öle unterstützen auch die Gesundheit Ihres Hundes ebenfalls und Kokosöl ist auch nur eins von ihnen. Aber die Fette in Kokosöl gelten als "bedingt notwendig", was bedeutet, dass unter bestimmten Umständen wie während der Schwangerschaft sie wesentlich sind. Kokosöl ist zwar kein Omega-3-Öl, aber es hat noch viele gesundheitliche Vorteile für Ihren Hund.

Aus was besteht Kokosöl?

Kokosöl besteht aus mehr als 90% gesättigten Fettsäuren und enthält 64% mittelkettigen Fettsäuren(MKT). Mittelkettige Triglyceride (MKT), engl. medium-chain triglycerides (MCTs) oder MCT-Fette, sind Triglyceride, die mittelkettige Fettsäuren enthalten. Zu den mittelkettigen Fettsäuren zählen die Capronäure (C 6:0), Capryläure (C 8:0), Caprinäure (C 10:0) und die Laurinsäure (C 12:0).

Das Kokosöl besteht u. a. aus:

  • Laurinsäure: 44 – 52 %
  • Caprinsäure: 6 – 10 %
  • Caprylsäure: 5 – 9 %
  • Myristinsäure: 13 – 19 %
  • Palminsäure: 8 – 11 %
  • Stearinsäure: 1 – 3 %
  • Ölsäure (einfach ungesättigte FS): 5 – 8 %
  • Linolsäure (mehrfach ungesättigte FS): 0 – 1 %

Laurinsäure

Die meisten gesundheitlichen Vorteile von Kokosöl kommen aus den mittelkettigen Fettsäuren, vor allem der Laurinsäure. Laurinsäure hat antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften.

Capric und Caprylsäure haben ähnliche Eigenschaften und sind am besten für ihre antimykotischen Effekte(Ein Antimykotikum ist eine antimikrobielle Substanz, die gegen durch Pilze verursachte Erkrankungen wirkt.) bekannt.

Darüber hinaus kann der Körper die metabolisieren MCFAs effizient als sofortige Quelle zur Energiegewinnung nutzen und führt zur Verbesserung der sportlichen Leistung und Gewichtsabnahme. Zusätzlich liefern mittelkettige Fettsäuren eine Kalorie weniger pro Gramm als andere Fettsäuren.

Doch wofür kann Kokosöl alles angewendet werden?

Die Anwendungsgebiete

Kokosöl ist ein wahres „Allround-Talent“. Es gibt fast nichts wobei es nicht helfen kann. Seine antibakterielle, antivirale und herbizide Wirkung sind z.B. bei kleineren Hautabschürfungen, Wunden oder leichten Entzündungen eine echt und vor allem natürliche Hilfe. Doch Kokosöl kann noch viel mehr! Zu den üblichen Anwendungsgebieten bei unseren felligen Vierbeiner gehören:

  • Fellpflege
  • trockene Fußballen
  • Zeckenabwehr
  • Wundbehandlung
  • Schutz vor Sonnenbrand (z.B. auf dem Nasenrücken)
  • Stärkung der Zähne
  • Schutz vor Mücken
  • als Wurmkur
  • Infektion mit Pilzen (z.B. im Darm oder auf der Haut)
  • Bekämpfung von Flöhen und Milben
  • Regulierung der Darmflora
  • Gelenksunterstützung

Kokosöl für ein schönes Fell

Auch wenn der Hund keine Gefahr läuft, von Parasiten befallen zu werden, sollte sein Fell dennoch von Zeit zu Zeit mit etwas Kokosöl behandelt werden. Dadurch ergibt sich ein sehr schöner Glanz, das Haarwachstum wird positiv beeinflusst und stumpfe sowie spröde Stellen im Fell gehören der Vergangenheit an. Das Kokosöl kann auch mit einem Kamm in Wuchsrichtung des Fells aufgetragen werden, so verteilt es sich besonders gleichmäßig.

Kokos als Mittel gegen Würmer

Kokos wird abwehrende Eigenschaften in Bezug auf Parasiten nachgesagt. Im Gegensatz zu veterinärmedizinischen Wurmmitteln wird der Kokosnuss sogar eine prophylaktische Wirkung zugeschrieben.

Die regelmäßige Fütterung soll einen Wurmbefall verhindern und sogar bei akutem Befall vorhandene Parasiten abtöten. Zudem soll es sich positiv auf die Verdauung auswirken.

innere und äußere Anwendung von Kokosöl

Kokosöl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Seine Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig, dass es immer gut ist eine Dose davon im Haus zu haben. Je nach Anwendungsgebiet und Größe des Hundes reichen kleinste Mengen aus.

1 TL ist in der Regel das „Maß der Dinge“. Damit können Sie Ihren Hund von außen behandeln (z.B. zur Abwehr von Zecken), oder sie können ihm diese Menge unter das Futter mischen (z.B. zur Bekämpfung von Würmern).

Das Abwehrpotential von Kokosöl gegenüber Zecken wurde übrigens in einer Studie an der FU Berlin bestätigt! Bereits bei einer 10% Laurinsäure-Lösung wurden 81-100% der Zecken abgeschreckt. Natives, kaltgepresstes Bio Kokosöl enthält durchschnittlich 40-60% Laurinsäure!

Fazit

Kokosöl ist wirklich ein wahres „Wundermittel“. Seine Einsatzmöglichkeiten reichen von der Pfote bis zur Schwanzspitze. Egal ob innerlich oder äußerlich – die tägliche „Behandlung“ mit dem „weißen Gold“ ist in jedem Fall eine gute Sache. Und ihr Vierbeiner wird es Ihnen danken!

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2017 20:17 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Saskia Gabler

Zuletzt aktualisiert am 09.10.2017 18:08