Borreliose – Zeckenbiss mit Folgen

Wie wird der Hund Infiziert?

Übertragen wird die Krankheit, wenn sich eine Zecke lange genug am Hund festgesaugt und Blut gezogen hat. Die Borrelien sitzen in einer inaktiven Form im Darm der Zecke. Saugt die Zecke lange genug Blut vom Wirt, wandeln sich die inaktiven Borrelien durch einem im Blut vorhandenen Stoff, in aktive Borrelien um und wandern dann durch das saugen von der Zecke in den Wirt über. Dieser Vorgang dauert mindestens zwei Stunden. Wird die Zecke frühzeitig entfernt, entsteht keine Borreliose. Dennoch sollte man den Hund im Auge behalten.

Symptome

Dringen die Borrelien in den Hund ein, treten nach einer etwa 6 wöchigen Inkubationszeit die ersten Symptome auf. Die ersten Symptome sind Schwer als Krankheit zu erkennen. Die Glieder werden steif, schmerzen in den Gelenken treten auf, so dass der Hund mal hinten links humpelt und dann mal vorne rechts, er lahmt immer wieder. Besonders nach dem Aufstehen fällt es dem Hund schwer zu gehen. Es kann auch vorkommen das der Hund apathisch ist oder auch nicht mehr leistungsfähig.

Weitere Symptome sind Müdigkeit, Fieber sowie Appetitlosigkeit. Meist ist auch die Muskulatur betroffen, das erkennt man daran, dass der Hund geht als hätte er einen starken Muskelkater. Es können auch andere Organe mit betroffen sein. Eine hohe Überempfindlichkeit im Rückenbereich und Nervenentzündungen können auftreten. Sogar Herz und Nieren können befallen sein. Eine genaue Bestätigung für die Borreliose kann zu dieser Zeit ein Bluttest feststellen.

Wichtig ist ihren Hund ganz genau im Auge zu behalten. Die Symptome sind schwer zu erkennen. Wenn man sicher gehen will geht man zu seinem Tierarzt ab 6 Wochen nach dem Zeckenbiss.

Wie ist der Vorgang bei einer Infektion?

Ist der Hund mit Borreliose Infiziert ist eine mindestens 4 wöchige Behandlung mit Antibiotika notwendig. Häufig muss die Therapie nach einer 3 wöchigen Pause wiederholt werden. Die Borrelien sind sehr hartnäckig und halten sich im Körper an schwer zugänglichen Stellen für Antibiotika auf.

Sie können sich soweit zurückziehen das nach einer 4 wöchigen Behandlung immer noch Borrelien übrig bleiben und eine weitere Behandlung notwendig ist. Die Kontrolle von einem Tierarzt ist dringend notwendig.In der Tiermedizin diskutiert man auch über die Gabe von Nosoden (Krankheitserregern in homöopathischer Dosis) gegen Borreliose.

Was hilft gegen Borreliose?

Mittlerweile steht eine Borreliose- Impfung zur Verfügung. Die erste Impfung kann ein Welpe ab der 12. Lebenswoche bekommen. Alle Hunde, auch trächtige Hündinnen, können diese Impfung bekommen. Wichtig ist das der Hund nicht schon einmal mit Borreliose Infiziert war, sonst wird die Impfung nicht durchgeführt. Eine Zweitimpfung muss im Abstand von 3-4 Wochen erfolgen um eine Immunität zu erlangen. Die letzte Impfung muss spätestens nach 1 Jahr erfolgen damit der Impfschutz erhalten bleibt. Jeweils jährlich erfolgt eine weitere Impfung.

Diese Impfung wirkt nur bei einem bestimmten Borrelienstamm, außerdem garantiert die Impfung keinen hundert prozentigen Schutz. Zusätzlich sollte man weitere Schutzmaßnahmen treffen. Es gibt verschiedene Präparate, wie z.B Spot-on Behandlung, die man zusätzlich verwenden kann. Sogenannte Repellentien, sind Präparate, die erst gar keinen Biss zulassen, kann man auch verwenden.

Es gibt auch Präparate wie Kontaktinsektizide, die erst wirken wenn die Zecke beißt, sie werden dadurch sofort abgetötet. Wie lange die Wirkungsdauer ist und welches die beste Wirkung hat, hängt von dem einzelnen Hund ab. Auch die Verträglichkeit ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt dazu beraten.

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2015 22:08 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2017 16:10