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Sibirischer Husky - sind sehr starke und ausdauernde Hunde

Die Vorfahren des Siberian Husky stammen aus dem nördlichen Sibirien. Dort waren sie jahrhundertelang unentbehrliche Begleiter der dort lebenden Nomadenvölker, zum Beispiel der Tschuktschen.

Früher war der Husky der wichtigste Begleiter der Jäger und Rentierzüchter in Nordsibirien. Bei den Inuit wurden diese Hunde behandelt wie Familienmitglieder. Sie durften etwa mit im Haus wohnen und die Welpen wurden gemeinsam mit den Kindern aufgezogen.

Pflege

Ab und zu gebürstet zu werden, vor allem während des Fellwechsels, ist dem Hund angenehm. Das Fell bleibt meist schöner, wenn man den Husky in einem (geräumigen) Außenzwinger hält.

Chrarakter

Unabhängig und eigensinnig, intelligent, voller Energie, fröhlich, streunt gerne, sehr menschenorientiert und anhänglich an „seine Familie". Der Husky ist freundlich zu jedem - und daher kein sehr guter Wachhund.

Aufzucht und Erziehung

Huskies passen im Prinzip nicht so gut in die Rolle eines „üblichen" Familienhundes, auch wenn eine sportlich eingestellte Familie noch am ehesten die nötigen Voraussetzungen erfüllen kann.

Ein Husky ist durch und durch Schlittenhund. Wenn man ihm etwas beibringen will, muß man energisch und konsequent an die Arbeit gehen, darüber hinaus braucht man viel Geduld und Verständnis für das Wesen eines Polarhundes. Ein Husky gehorcht eigentlich nur, wenn er den Sinn eines Kommandos einsieht.

In jedem Fall sollte man vor der Anschaffung eines Huskies mit einem Spezialisten für Polarhunde und einer Rassenvereinigung in Verbindung treten.

Verträglichkeit

Sibirische Huskies gehen als Rudeltiere gut mit Artgenossen um, den Umgang mit anderen Haustieren sollte man erst einmal beobachten. Katzen und Nagetiere sind nicht unbedingt geeignete Hausgenossen für einen Husky, glücklicherweise ist der Kontakt zu Kindern dafür problemlos. Huskies sind nicht gern allein, es ist also ratsam, gleich mehrere Huskies zu halten.

Bewegung

Die Hunde dieser Rasse brauchen sehr viel Bewegung und gehen in dieser Hinsicht keine Kompromisse ein. Wenn man begeisterter Schlittensportler ist oder auch erst werden will, so kann man sicher keine bessere Wahl als den Husky finden - Huskies sind weltweit für ihre Schnelligkeit berühmt. Wenn man die Zeit für genau dieses Hobby aber nicht aufbringen kann (einige Male pro Woche sollte ein Husky schon vor den Schlitten gespannt werden), so sollte man sich besser nach einer Alternative umsehen.

Einsame Huskies, die auch noch zuwenig Bewegung bekommen, reagieren mit lautstarkem Geheul, bei zuwenig Aufmerksamkeit können sie auch leicht verstockt und eigenwillig reagieren. Man sollte den Husky übrigens nur mit Leine ausführen, andernfalls ist es nicht ausgeschlossen, daß er „die Beine in die Hand nimmt" und fortan verschwunden ist.

Besonderheiten

Sibirische Huskies lassen sich - mit einem oder mehreren Artgenossen - hervorragend in Außenzwingr halten. Das plüschartige, dicke Fell schützt sie bei jedem Wetter. Im Sommer kann diese Fellqualität allerdings schon sehr nachteilig wirken - man sollte die Hunde deshalb bei größerer Wärme nicht mehr arbeiten lassen.

Sibirischer Husky Portät

FCI-Standard

FCI-Gruppe 5, Sektion 1: Nordische Schlittenhunde, Standard Nr. 270

Gehört zur Gruppe

5: Spitze und Hunde vom Urtyp

Ursprung

Sibirien

Lebenserwartung

12 bis 15 Jahre

Grösse

Widerristhöhe:
Rüden 53-58cm,
Hündinnen 51-56cm  

Aussehen

Attraktiv, athletisch, leicht und graziös in der Bewegung, mit freundlichem, wachen Gesichtsausdruck.

Fell

Huskys haben ein mittellanges zweilagiges Fell in allen Farben. Die Unterwolle ist dick und weich. Der Hund hat zweimal im Jahr Haarwechsel.

Gesundheit

Generell sehr gut, ohne nennenswerte genetische Fehler. Extreme Anfälligkeit für Überhitzung auf Grund des dicken Fells.

Besitzer Brauchen ...

zeit für die Pflege (diese Hunde haaren sehr stark) und für genügend Auslauf. Hat der Hund seinen täglichen großen Spaziergang und genug Zuwendung, ist er ein guter Hausgenosse.

Dieser Beitrag wurde am 19.02.2017 12:39 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2017 16:22