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Der Labrador – einer der beliebtesten Hunde Deutschlands

Er ist sicher einer der beliebtesten Familienhunde überhaupt und wirklich gut geeignet für diese Rolle. Die charakteristischen Merkmale des hoch angesehenen Arbeitshundes - immer ausgeglichen, bereit zu lernen und ein munteres, treu ergebenes Wesen - sind für die häusliche Situation gleichermaßen hilfreich.

Labrador Retriever sind als Welpen äußerst lebhaft und ungestüm und brauchen oft zwei Jahre zum Erwachsenwerden. Ansonsten ist der Labrador gewöhnlich kein schwer erziehbarer Hund, sondern leicht lenkbar und bemüht, es seinen Besitzern recht zu machen.

Auch junge, lebhafte Labradore sprechen auf konsequentes und geduldiges Training gut an. Der Hund ist ein wunderbarer Spielkamerad für Kinder, die groß genug sind, sein Ungestüm auszuhalten. Für Kleinkinder kann er bisweilen zu stürmisch und tollpatschig sein.

Deshalb ist er kein idealer Gefährte für alte Menschen, die nicht kräftig genug sind, den gut gemeinten übermütigen Liebesbeweisen standzuhalten. Vom Charakter her stellt der Labrador keine sehr hohen Ansprüche an den Besitzer, aber er ist sehr aktiv und neigt zum Dickwerden - denn fast alle Labradorhunde lieben Fressen über alles.

Daher sind genug Auslauf und maßvolles Füttern der Schlüssel für einen fitten und gesunden Hund. Labrador Retriever sind leidenschaftliche Schwimmer und ergreifen jede Gelegenheit, etwas zu bergen, sei es aus dem Meer oder aus einer großen Pfütze.

Heute sind die Labrador Retriever meist gelb, obwohl sie ursprünglich einfarbig schwarz oder schokoladenbraun waren. Das Fell muss regelmäßig gebürstet werden, weil der Hund im Frühjahr und Im Herbst das Fell wechselt und haart.

Geschichte

Als Herkunftsland der Rasse wird Großbritannien angegeben, doch ihr Ursprung liegt auf der großen kanadischen Insel Neufundland. Dort, in der Gegend von St.-John's im Südostzipfel der Insel, hielten Fischer arbeitsfreudige und wasserliebende Hunde, die zunächst St.-John's-Hunde genannt wurden. Um 1839 brachten englische Fischer solche Hund mit in ihre Heimat, wo sie von adligen Grundbesitzern erworben und durch geschickte Zuchtwahl und Einkreuzung von englischen Vorstehhunden zur modernen Rasse veredelt wurden. Aus dem ehemaligen Arbeitshund ist inzwischen ein überaus beliebter Familienhund geworden.

Pflege

Das Fell braucht kaum Pflege. Einmal wöchentlich sollte es gebürstet werden; während des Fellwechsels verlangt es nach etwas mehr Aufmerksamkeit.

Chrarakter

Der Labrador ist ein passionierter Wasserhund geblieben, der für sein Leben gerne schwimmt, taucht und aus dem Wasser apportiert (der englische Begriff "retieve" bedeutet ja so viel wie apportieren). Ansonsten ist er ein sehr angenehmer Hausgenosse, gutmütig, freundlich gegenüber Groß und Klein, Freund und Feind, lebhaft, aber innerlich ausgeglichen, gelehrig und leicht erziehbar, anhänglich und frei von Aggression. Auch als Jagd-, Blinden- und Drogensuchhund leistet er Hervorragendes. Labradors werden erst sehr spät geistig und körperlich erwachsen.

Äußerlichkeiten des Labrador Retriever

Aufzucht und Erziehung

Der Labrador Retriever ist ein intelligenter Hund, der eigentlich fast keine Erziehung braucht, da er sehr lernwillig ist und gern für seinen Herrn arbeitet.

Für einen Hund mit so vielen Fähigkeiten ist es eigentlich ein Jammer, wenn er nur als reiner Haushund gehalten wird. Der Labrador ist ein hervorragender Jagd- und Spürhund und gibt auch bei Gehorsamkeitswettkämpfen eine gute Figur ab. Man macht dem Hund jedenfalls immer eine Freude, wenn man etwas mit ihm unternimmt.

Verträglichkeit

Labrador Retriever gehen in der Regel sehr gut mit Artgenossen und anderen Haustieren um. In Gegenwart von Kindern sind sie besonders geduldig und gutmütig. Sie sind eben echte „Menschenfreunde" - und folglich daher auch nicht sonderlich gut als Wachhunde geeignet.

Bewegung

Als Familienhund wird sich der Labrador Retriever gut anpassen, darüber darf man aber nie vergessen, daß er recht viel Bewegung braucht. Er liebt lange Wanderungen und sollte dabei unangeleint rennen und spielen dürfen. Labradors lieben Wasser und Apportieren.

Labrador Retriever Portät

FCI-Standard

FCI-Gruppe 8, Sektion 1: Apportierhunde

Gehört zur Gruppe

8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde

Ursprung

Großbritannien

Lebenserwartung

10 bis 14 Jahre

Veranlagung / Typ

Unter anderem Jagd-, Blindengeleit-, Drogensuch- und Familienhund

Grösse

Widerristhöhe Rüden: 57 - 62 cm
Widerristhöhe Hündinnen: 55,5 - 60 cm

Gewicht

Rüden: 29 - 36 kg
Hündinnen: 25 - 32 kg

Aussehen

Mittelgroßer, kräftig gebauter Hund, mit einem gut modellierten Kopf und dem typischen Otterschwanz.

Farben

Schwarz, Schokoladenbraun, Gelb

Fell

Das Deckhaar ist kurz, gerade, hart und dicht, die Unterwolle weicher und sehr kurz. Fellfarben des Labrador Retriever sind einfarbiges Schwarz, Braun oder Gelb (dunkles Creme bis Rotgold).

Gesundheit

Generell gesund, neigt aber bisweilen zu Hüft- und Ellenbogendysplasie, Muskeldystrophie, Blähungen und einigen Augenkrankheiten. Labradorwelpen sind zwar überall zu haben, man sollte sie aber nur von anerkannten Züchtern erwerben, sodass man sicher sein kann, dass der Wurf auf Krankheiten untersucht wurde,

Besitzer sollten ...

eine Menge Zeit, um den energiegeladenen und begeisterungsfähigen Hund zu trainieren. Labrador Retriever bleiben ungern lange allein und wollen als vollwertige Familienmitglieder behandelt werden.

Dieser Beitrag wurde am 15.03.2017 23:24 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 05.11.2017 15:59