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Norrbottenspitz - ein ausdauernder Jagdhund

Geschichte

Der Norrbottenspitz wurde 1967 als Rasse anerkannt, aber die Ursprünge gehen weiter zurück zu einer unbedeutenden Zahl kleiner Spitzhunde, die es seit wohl seit Jahrhunderten als Begleiter der Menschen im ausgedehnten Ödland auf der Finnischen Seite des oberen Nordlandes gab.

Die genaue Herkunft des kleinen Jagdspitzes kann heute niemand mehr bestimmen. Was man aber mit sicherheit sagen kann ist, dass der kleine Spitzung ein guter Jagdhund und sicherer Begleiter für die Herren auf der Nordhemisphäre, die sich bis vor einer Generation von Jagd und Fischerei ernährten.

Wahrscheinlich wurde der Norrbottenspitz nur mit dem Gedanken an seine Jagdeigenschaften gezüchtet. Er war Allround-Hund und geeignet für die verschiedensten Einsätze. Ausser der Jagd auf Pelzwild (Eichhörnchen, Hermelin, Marder) setzte man ihn auch für die Jagd auf die Waldvögel ein. Der Norrbottenspitz war der geborene Wachhund, der seinen Herrn vor unwillkommenen und willkommenen Gästen warnte.

Zuerst ging er offiziell unter dem Namen „Norrbottens bellender Vogelhund" in die Geschichte ein, während die Rasse in den nordländischen Dörfern ebenso oft auch „weisser Finnenspitz" genannt wurde. Der Norrbottenspets ist nahe verwandt mit dem finnischen Spitz und es war nich ungewöhnlich, dass der „Finnenspitz" genannt wurde, obwohl es sich um eine andere Rasse handelt.

Pflege

Die Hunde brauchen nur relativ wenig Fellpflege. Ab und zu sollten sie gebürstet werden, vor allem während der Zeit des Fellwechsels.

Charakter

Wachsam, selbständig, ausgesprochen beweglich, freundlich, bellt gern, eigensinnig, intelligent und aufgeweckt. Der Norrbottenspitz ist ausdauernd und streunt gerne.

Aufzucht und Erziehung

Wegen des eigensinnigen Wesens dieser Hunde hat ein zukünftiger Besitzer viel Geduld, Überzeugungskraft und Einsicht in den Charakter des Hlundes nötig, um ihm wenigstens die Basiselemente der Erziehung beizubringen.

Verträglichkeit

Diese Hunde gehen gut mit anderen Hunden um. Fremde Besucher werden zwar angekündigt, aber dabei bleibt es dann auch - eigentlich sind sie gegen jedermann freundlich. Bereits anwesende Haustiere werden ohne Schwierigkeit akzeptiert, auch die Kombination mit Kindern ergibt keine nennenswerten Probleme, allerdings lassen sich die Hunde nicht alles gefallen.

Bewegung

Ein Norbottenspets ist energiegeladen und braucht daher viel Auslauf. Trotz seines kleinen Formates kann er gut neben dem Fahrrad laufen, allerdings sollte man diese Übung langsam aufbauen. Ohne Leine gibt es allerdings Schwierigkeiten: dann ist sein Jagdinstinkt oft größer als die Bindung an seinen Besitzer.

Wenn man in freier Natur wohnt, ist der Jagdtrieb noch kein allzugroßes Problem, in dichter besiedelten Gebieten könnte es aber schon zu schweren Folgen führen. Man sollte also in jedem Fall dafür sorgen, dass das Grundstück oder der Garten gut umzäunt ist.

Norrbottenspitz Porträt

FCI-Standard

FCI-Gruppe 5
Sektion 2: Nordische Jagdhunde, Standard Nr. 276

Gehört zur Gruppe

5: Spitze und Hunde vom Urtyp

Ursprung

Schweden

Lebenserwartung

12 bis 15 Jahre

Alternative Namen

Norrbottenspets, Pohjanpystykorvat

Veranlagung / Typ

Jagdhund

Grösse

Rüden: 42 - 46 cm
Hündinnen: 42 - 46 cm

Gewicht

Rüden: 11 - 15 kg
Hündinnen: 8 - 25 kg

Aussehen

Sein Haar ist hart, kurz, gerade und eher eng anliegend, mit feiner und dichter Unterwolle, in vielen Farben, bevorzugt werden Weißtöne. Die Ohren sind hoch angesetzt, steif stehend und nach vorne gerichtet, die Rute hoch angesetzt, in einem ziemlich hohen Bogen getragen, locker gerollt.

Farben

Zweifarbig braun/weiß, Braun-weiß, White und Blonde

Fell

Das Fell ist kurz, abstehend und mit weicher Unterwolle versehen. Alle Farben sind zugestanden, ideal ist die Grundfarbe Weiß mit bevorzugt gelben oder rotbraunen Flecken.

Dieser Beitrag wurde am 25.11.2017 14:25 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 25.11.2017 15:25