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Schwedischer Schäferspitz - besitzt ein wolfsartiges Erscheinungsbild

Geschichte

Der als Haushund gehaltene Hütehund hatte seine ursprüngliche Heimat in der historische Provinz Västergötland im Süden Schwedens.

Der als bedürfnislos, wetterfeste und überdies arbeitswillig beschriebene Schäferspitz genießt in Schweden grosse Popularität. Das war nicht ausnahmslos der Fall und um 1940 war die Rasse sogar vom Aussterben bedroht. Graf Björn von Rosen war es zu Beginn der 40er Jahre der die Existens dieser Hunde entdeckte.

Während der Analyse der Bestände aller Hunde in der Region von Västergötland, vorzugsweise in der Umgebung der Stadt Vara, spürte er eine kleine, aber recht gleichförmige Hundepopulation auf. Diese Population diente als Voraussetzung für ein ernsthaftes Zuchtprogramm unter der Führung des Schuldirektors K.G. Zetterstén.

Er schaffte es, ohne Beschränkung des Treibhund-Instinktes, einen gleichförmig Typ herauszuzüchten, so dass 1943 der Standard angefertigt und der Svensk Vallhund, wie er einstmals genannt wurde, als schwedische Rasse anerkannt und registriert werden konnte. Erst 19 Jahre später bekam er den Namen Västgötaspets. Beide sind gewandte Treibhunde, die sich trotz ihrer geringen Grösse bei der Herde Respekt verschaffen, indem sie widerspenstige Tiere in die Fersen kneifen und dabei den Hufen der Rinder geschickt ausweichen.

Die Ähnlichkeit der Västgötaspets mit dem alten Typ des britischen Pembroke Welsh Corgi ist verblüffend. Beiden Hunde besitzen die Veranlagung für eine Stummelrute. In Schweden werden noch immer 40-50% der Västgötspets mit kurzer Rute geboren.

Trotz der Tatsache, dass der Nachweis für die Verwandschaft des Västgötaspets mit dem Pembroke Welsh Corgi bisher noch nicht erbracht werden konnte, existiert eine Theorie, wonach die Wikinger im 9. Und 10. Jahrhundert, als sie an der Südwestküste von Wales auftauchten, ihre Hunde mitbrachten, die sich mit den einheimischen Hunden paarten, wobei der Västgötaspets zum Stammvater des Pembroke Corgis wurde.

Pflege

Regelmäßiges Bürsten und Kämmen hält das Fell in gutem Zustand; dazu sollten die Gehörgänge frei und die Krallen kurz gehalten werden.

Chrarakter

Wachsam, aufmerksam, aktiv, lernwillig, intelligent, sehr treu und anhänglich. Die Hunde zeigen einen besonderen „Sinn für Humor" und sind begnadete Schauspieler.

Aufzucht und Erziehung

Diese Hunde brauchen kaum Erziehung, sie begreifen außerordentlich schnell.

Verträglichkeit

Der Väsgötaspets kommt sehr gut mit Kindern aus und spielt gerne mit ihnen. Er wird sie auch allzeit gegen Fremde beschützen. Diese Eigenschaft teih er mit vielen anderen Hütehunden. Die Vertreter dieser Rasse kommen im allgemeinen gut mit Hunden oder anderen Haustieren aus, gegenüber Fremden verhalten sie sich etvvas reservierter.

Bewegung

Der Väsgötaspets ist in erster Linie ein Arbeitshund, der daher viel Bewegung braucht. Wegen seines kleineren Formates kann man diesen Hund natürlich auch in einer Wohnung halten, aber gerade dann muß man selbstverständlich für ausreichend Gelegenheiten sorgen, bei denen der Hund seine Energie loswerden kann. Die robusten Hunde machen auch bei Behendigkeitsprüfungen eine gute Figur und zeigen dabei große Begeisterung.

Schwedischer Schäferspitz Portät

FCI-Standard

FCI-Gruppe 5, Sektion 3: Nordische Wach- und Hütehunde, Standard Nr. 14

Gehört zur Gruppe

5: Spitze und Hunde vom Urtyp

Ursprung

Schweden

Lebenserwartung

12 bis 15 Jahre

Alternative Namen

Westgotenspitz, Schwedischer Schäferspitz, Swedish Cattle Dog,Schwedischer Vallhund

Veranlagung / Typ

Treibhund, Hütehund, Wach- und Familienhund

Grösse

Rüden: 33 cm
Hündinnen: 31 cm

Gewicht

Rüden: 9 – 14 kg
Hündinnen: 9 – 14 kg

Aussehen

Kleiner, kurzläufiger und robuster Hund. Äuβere Erscheinung und Ausdruck kennzeichnen einen wachsamen, lebhaften und energievollen Hund. Der Västgötaspets ist optisch auffällig durch sein wolfsartiges Erscheinungsbild.

Fell

Das Fell besteht aus anliegendem, grobem Stockhaar mit weicher, flauschiger Unterwolle. Die Farbe ist Stahlgrau mit dunkleren Deckhaaren oder GrauGelb, Rot-Gelb oder Rotbraun mit lichteren Flecken.

Geströmte, gefleckte oder graubraune Fellzeichnung ist zugestanden, aber nicht erwünscht. Weiße Abzeichen sind zulässig, wenn sie nicht mehr als ein Drittel der Körperoberfläche bedecken.

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2017 18:53 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 10.12.2017 17:52