Bullterrier

Bullterrier

Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn: Den Bull Terrier. „Downface“, meist reinweiß und oft ein wenig eigensinnig. Dennoch erfreut sich diese Rasse großer Beliebtheit. Ganz egal ob die Medien schlecht über ihn berichten. Wer diese Rasse kennengelernt hat, möchte meist keinen anderen Vierbeiner mehr an seiner Seite haben.

Bullterrier

Als Schöpfer der Rasse gilt bis heute der Engländer „James Hinks“. Ihm ging es, anders als oft gesagt, nicht darum eine neue Kampfhundrasse zu züchten! Denn das eigentliche Ziel seiner Neukreierung war ein „modisches Accessoire“ für den gut situierten Herren.

Der Bull Terrier war nie ein Kampfhund und ist vom Wesen her auch nicht für Hundekämpfe geeignet. Wissenschaftliche Arbeiten von mehreren Universitäten im In- und Ausland bestätigen die Freundlichkeit und Geduld des Vierbeiners. „Er bedient sich nicht dem Lösungsansatz der Aggression, wenn es darum geht aus einer Konfliktsituation herauszukommen“ (Quelle: Aussage von Prof. Dr. Hackbarth von der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Mai 2005).

Heute gelten Bull Terrier eher als die „Clowns“ unter den Hunden, denn sie sind für jeden Spaß zu haben. Manche Vertreter ihrer Rasse entwickeln witzige Eigenheiten und spielen ausgelassen. Wie bei jeder Rasse sollte auch dem „Bulli“ früh die sogenannte „Beißhemmung“ anerzogen werden, denn bei einem übermütigen Spiel, zu dem sie nun mal neigen, kann es sonst auch mal zu Blessuren kommen.

Daher sind Bull Terrier als Spielgefährten eher für größere Kinder geeignet. Sie sind tolle Familienhunde, die gern bei allem dabei sein wollen. „Bullis“ brauchen den Kontakt und die Bindung zu ihrer Familie. Und auch, wenn sie manchmal etwas stur und eigensinnig sein können, so zählen sie doch zu den Rassen mit dem größten Herz für ihre Menschen.

Der Bullterrier entstand aus der Kreuzung von folgenden Rassen:

  • Englische Bulldogge (alter Typ)
  • White English Terrier (eine ausgestorbene Rasse)
  • Dalmatiner

Das Aussehen des Bullterriers liebt man, oder man hasst es: Keine Rasse sieht ihm auch nur annähernd ähnlich. Die Römernase, der ungewöhnliche ovale Kopf und der vierschrötige, stämmige Körper geben dem Hund sein typisches, kraftvolles Aussehen.

Dabei hat sich der Phänotyp dieser Rasse stark gewandelt. War er früher noch ein „normaler“, wenn auch muskulöser Hund, so ist er heute zu einem „eierköpfigen“ und gedrungenen Hund mit teils extremem „Downface“ verkommen.

Pflege

Ein Bullterrier braucht nur ein Minimum an Pflege. Ab und zu sollten lose Haare mit einer Gummibürste aus dem Fell entfernt werden, wodurch das Fell in gutem Zustand bleibt. Die Ohren sollten bei Bedarf gereinigt werden. Ein weicher Liegeplatz wird gern angenommen.

Charakter

Mutig, hart gegen sich selbst, anhänglich, dickköpfig, eigensinnig, lebendig, ungestüm, lieb zu Kindern, spontan, fröhlich und verspielt.

Aufzucht und Erziehung

Ein Bullterrier sollte, wie jeder andere Hund auch, früh sozialisiert werden und die Dinge des Lebens kennenlernen. Dann ist er ein unerschrockener und lieber Begleiter. Lediglich seine zeitweilige Sturheit kann den Geduldsfaden ein wenig strapazieren. Doch mit viel Liebe, Geduld und Konsequenz lässt sich der „Bulli“ gut erziehen

Verträglichkeit

Wenn sie rechtzeitig an Katzen oder anderen Haustiere gewöhnt worden sind, wird es später im Zusammenleben zu keinen Komplikationen mehr kommen. Auch die Gewöhnung an (ältere) Kinder im Welpenalter sollte ein Muss sein. So ist er ein treuer und liebevoller Kamerad. Beim Kontakt zu anderen Hunden ist es meistens eher die Skepsis der anderen Hundehalter, die Probleme bereitet, denn der Bullterrier ist meist verspielt und neugierig.

Bewegung

Wenn er genügend Auslauf bekommt und seinem großen Spieltrieb nachgehen kann, wird sich der Bull Terrier im Haus ruhig verhalten. Er ist (ausgewachsen) auch für Fahrradtouren und Wandertouren zu haben. Je nach Stärkegrad des „Downface“ kann es jedoch zu Atemproblemen kommen, weswegen von stark überzüchteten Hunden keine Ausdauerleistung gefordert werden sollte.