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Watchdog und Patroldog:

Patroldog 1
Quelle: Tinki.de

Watchdog und Patroldog arbeiten zusammen um Hundekot zu erkennen und aufzuräumen. “Watchdog ist eine Drohne die aus der Luft überwacht und mittels GPS Patroldog steuert“, erklärt Marc von Space53. Die Flugdrohne ist mit Kamera und Wärmebildtechnik ausgerüstet.

“Technologie die bisher benutzt wurde um beispielsweise Rehkitze anhand ihrer Körpertemperatur in Grasfeldern aufzuspüren und vor Mähdreschern zu retten. Die gleiche Technologie benutzen wir mit Watchdog um Hundekot mithilfe einer Heatmap zu orten und anschließend mit der Bodendrohne Patroldog aufzuräumen.“

Hundekot auch Ärgernis für Hundebesitzer

Die Idee für die Dogdrones entstand als Gerben Lievers und Marc Sandelowsky sich zu Beginn des Jahres bei einer Veranstaltung für Unternehmer aus Twente begegneten. Lievers und Sandelowsky kannten einander nicht, aber kamen ins Gespräch über die Hundebranche und die neusten Entwicklungen im Drohnenbusiness. Lievers: “Wir haben über die Einsatzmöglichkeiten und innovativen Lösungen gesprochen, die durch die Nutzung von Drohnen erst möglich gemacht werden und kamen schnell auf ein großes Problem in Deutschland. Hundekot.“

Dogdrones
Quelle: Tinki.de

Laut Lievers ist Hundekot ein vielbesprochenes Thema auf Tinki.de, einer deutschen Vergleichsseite für Hundeprodukte. “Unsere Zielgruppe besteht aus Hundeliebhabern, und wir merken, dass diese Menschen sich an anderen Hundebesitzern ärgern, die die Häufchen ihrer Hunde nicht wegmachen. Zu Beginn war es noch ein scherzhaftes Gespräch, aber wir wurden schnell ernst: wir können hier ein wirklich großes Problem lösen.“

Jedes Jahr werden 500 Millionen Kilo Hundekot nicht entsorgt

Laut Lievers ist Hundekot nicht nur ein großes Ärgernis, sondern auch ein ernsthaftes Problem. „Jedes Jahr werden in Deutschland 500 Millionen Kilo Hundekot nicht aufgeräumt.“ Vor allem mit den steigenden Temperaturen, die der Frühling mit sich bringt, birgt der Hundekot ein ernstes Gesundheitsrisiko. “Hundekot enthält Bakterien, Viren, Parasiten und Würmer, die vor allem für Kinder gefährlich sind. Aber auch Erwachsene und andere Hunde laufen Gefahr. Eier von Parasiten können jahrelang überleben und damit bleibt eine Infektionsgefahr wenn Hundekot nicht entsorgt wird.“

Prototypen werden im Living Lab Twente getestet

Living Lab Twente
Quelle: Tinki.de

Lievers und Sandelowsky arbeiten seit Anfang des Jahres an den ersten Prototypen von Watchdog 1 und Patroldog 1. Sandelowsky: “Die Idee passt zu unserem Wunsch innovative Lösungen zu entwickeln und in unserer Lebensumgebung zu testen.

Das geschieht in sogenannten Living Labs, Forschungsumgebungen für angewandte Wissenschaften in denen mehrere Parteien zusammen an intelligenten Lösungen für praktische Probleme arbeiten. Diese Initiative passt gut zu unserem Projekt aber auch zu einem Projekt wie dem Start-up Tinki.de“

Erste Prototypen noch nicht perfekt

Die ersten Prototypen sind laut Lievers und Sandelowsky noch nicht perfekt. “Vor allem Patroldog (die Bodendrohne) hat bisher noch zu wenig Kapazität um große Mengen Hundekot aufzuräumen. Wir wollen in der Zukunft größere Modelle entwickeln und nach Möglichkeiten suchen Hundekot zu recyclen. Es geht schließlich um 500 Millionen Kilo Hundekot pro Jahr.“

Innovation geht auf künftige Gesetzgebung ein

Mit der Idee kommen Space53 und Tinki.de künftiger Gesetzgebung entgegen, die es möglich machen wird unbemannte Fluggeräte im öffentlichen Raum einzusetzen. Da Watchdog 1 weniger als 5kg wiegt ist es kein Problem sie zum Aufspüren von Hundehaufen einzusetzen. Piloten müssen lediglich einen Flugkundenachweis haben, bei dessen Beschaffung Space53 behilflich sein kann.

Des Weiteren sieht die von Verkehrsminister Alexander Dobrindt zu Beginn des Jahres vorgelegte Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten vor, dass eine Flughöhe von 100 Metern nicht überschritten werden darf und ständiger Sichtkontakt bestehen muss. Es ist zu erwarten, dass künftige Gesetzgebung Innovationen in diesem Bereich erleichtern werden.

Über Tinki.de

Tinki.de
Quelle: Tinki.de

Tinki.de ist das erste Start-up von Elevar BV, ein Unternehmen, dass sich auf Innovationen spezialisiert, die den Alltag angenehmer und einfacher machen sollen. Dogdrones entstand aus Tinki.de, einer deutschen Vergleichsseite für Hundeprodukte, und richtet sich auf die Möglichkeiten Drohnen bei Problemen rund um den Hund einzusetzen.

Tinki.de ist ein Start-up, dass in Kürze beginnen wird Produkte rund um den Hund auf seiner Webseite zu vergleichen, es verbindet Kunden und Webshops und nimmt die Rolle eines unabhängigen Vergleichsportals ein. Die Niederländische Webseite wurde am 4. Oktober letzten Jahres lanciert und vergleicht mittlerweile mehr als 60.000 Produkte von mehr als 35 Webshops und mehr als 700 Marken. Außerdem bietet Tinki.de einen unabhängigen Vergleich von Hundeversicherungen.

Über Space53

Space53
Quelle: Tinki.de

Space53 ist der nationale Standort für das Testen von, Trainieren mit und Entwickeln von unbemannten Systemen zu Land, zu Wasser und/ oder in der Luft. Space53 ist eine öffentlich/ private Kooperation und einzigartig in West-Europa, da Space53 über einen Flugplatz, einen Sicherheitscampus und genug Platz verfügt um sowohl große als auch kleine Systeme zu erforschen und zu testen. Gleichzeitig besteht eine enge Zusammenarbeit mit Forschungs- und Ausbildungsstätten wie der Universität Twente und der Saxion Fachhochschule.

Hundekot-Problem

Dieser Beitrag wurde am 18.06.2017 12:31 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 09.10.2017 19:57