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Erklärungen der Körpersprache


1 Szene: Der Hund schaut immer wieder hilfesuchend zum filmenden Erwachsenen. Er versucht außerdem vor dem Kind davon zu laufen. Ein kurzes (Stress ab)schütteln ist auch zu erkennen. Außerdem leckt er sich beim Umdrehen die Schnauze (Beschwichtigungssignal) und leckt anschließend auch das Kind ab um zu signalisieren das er nicht böse wird, aber möchte, dass die Situation beendet wird. Danach wieder ganz deutlich das Lecken der Lefzen/Nase und das Hilfesuchen beim Erwachsenen.

2 Szene: sehr entspannter Hund ;) Trotzdem Kind und Hund nie aus den Augen lassen!

3 Szene: Da hatte wohl jemand Hunger ;) Gut das die Eltern eingegriffen haben!

4 Szene: Spielaufforderungen vom Hund. Vollkommen ok! Nur aufpassen, wenn das Kind ins Fell greift – Kinder haben noch nicht die motorischen Fähigkeiten um einschätzen zu können, wie doll sie zugreifen!

5 Szene: Nicht unbedingt die beste Art einem Kind den Umgang mit einem Hund beizubringen… Begeistert ist der Hund auch nicht gerade. Das Schwanzwedeln ist keines Falls Freude – es ist eher Unsicherheit, weil der Hund nicht genau weiß wie er die Situation einschätzen soll. Er lässt es jedoch erstaunlich ruhig über sich ergehen. Trotzdem besser nicht zulassen!

6 Szene: Schon Welpen zeigen Beschwichtigungssignale. Das Festhalten war dem Welpen unangenehm. Er geht direkt danach hin und leckt das Baby ab – Beschwichtigung!

7 Szene: Das ist Spielen. Der Hund ist sehr vorsichtig. Jedoch aufpassen: Beim „Nachschnappen“ nach dem Ball kann auch mal ein Finger dazwischen sein. Wenn das passiert, kurz aufquieken und das Spiel beenden. Den Hund NICHT bestrafen! Er hat nichts unrechtes getan und durch die Beendung des Spiels hat er bereits eine Lernerfahrung!

8 Szene: Auch hier wieder gut zu sehen, dass auch junge Hunde das Repertoire der Beschwichtigungssignale haben und benutzen. Der Welpe leckt sich mehrfach die Schnauze, weil ihm die unkontrollierten Bewegungen des Babys nicht behagen. Auch hier wieder der hilfesuchende Blick zum Erwachsenen. Und kurzes Lecken der Hand des Babys – auch Beschwichtigung!

9 Szene: Der Hund interessiert sich nur mäßig für das Baby. Ob das Hecheln Stress- oder Wärmebedingt ist kann man nicht sagen.

10 Szene: Ein sehr entspannter Bernhardiner.. Aber auch da, wie schon bei Fall 2, Hund und Kind nie aus den Augen lassen!

11 Szene: Dem Kind besser erstmal nur mit Hilfe den Kontakt zum Hund erlauben, da es sehr fest ins Fell greift und auch auf den Kopf des Hundes geht. Da landet schnell mal der ein oder andere Finger in Augen oder Nase. Eine Schmerzreaktion kann das „Wegbeißen“ sein. Daran ist der Hund jedoch nicht Schuld! Er weiß sich nicht anders zu wehren! Darum müssten hier auf jeden Fall die Eltern eingreifen!

12 Szene: Eine recht entspannte Bulldogge. Dennoch sollte das Reiten auf Hunden generell nicht erlaubt werden. Denn Kinder können ihre eigene Kraft und auch ihr Eigengewicht nicht richtig einschätzen und können bei solchen „Reitversuchen“ oftmals ein wenig zu grob werden und die Wirbelsäule des Hundes belasten.

13 Szene: Der Wolf im Hundepelz ;)

Hier in folgender Reihenfolge zu sehen:



  • Blick abwenden
  • Augen weit geöffnet
  • Maul öffnen (Abwehrverhalten)
  • Ablecken
  • Wieder mehrfach Maul öffnen
  • Aufstehen + strekcen (Stressabbau)
  • beginnendes Gähnen/Maul öffneN(und leider ermutigen die Eltern den Hund weiterhin zu bedrängen)
  • Ohrenspiel
  • Kopf wegdrehen
  • Lippen lecken
  • Wieder Maul öffnen
  • Sogar hinlegen (Unterwerfungsgeste)

Eskalationsleiter



In diesem Video sind ganz klar einige Stufen der „Eskalationsleiter“ zu sehen. Der Hund hat kurz fixiert. Er zog die Lefzen hoch. Dann kam ein Warnbiss. Die Eltern hätten sofort eingreifen müssen, als das Kind dem Hund zu nahe kam. Allerspätestens jedoch, al s der Hund anfing die Lefzen hochzuziehen! Leider fehlt hier JEGLICHES VERSTÄNDNIS der hündischen Körpersprache, Gestik und Mimik!!! Gut auch daran zu erkennen, das sogar gelacht wird! Nachdem der erste Warnbiss kam!!!

Absolut unverantwortlich!

Beißt der Hund irgendwann mal richtig zu, ist er der Schuldige. Obwohl er schon vorher klar machte, dass ihm das nicht passt! Anstatt dem Hund auf den Kopf zu „ditschen“ hätte man dem Kind eher klar machen müssen, dass das so nicht geht!

Dieser Beitrag wurde am 15.09.2015 11:28 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2017 16:25