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Es gibt wohl keine Tierart auf der Welt, deren Rassenvielfalt ein so buntes Bild bietet, wie wir es bei den Hunden antreffen. Stellen Sie nur den winzigen Chihuahua neben eine Dogge, das Windspiel neben einen Rottweiler. Alle Rassen sind untereinander fruchtbar, wenn es die Anatomie nur irgendwie gestattet. Davon wird in Hundekreisen auch reger Gebrauch gemacht.

Züchterfleiß schufen Tiere, die ästetisch schön, zuweilen auch bizarr aussehen, deren Laufleistung (Greyhound) oder angreiferischer Mut (Dobermann) nicht ihresgleichen haben. Die Kunst bestand darin, geeignete Hunde so zusammenzuführen, dass die Nachkommenschaft - wenn auch erst nach etlichen Generationen - die angestrebten Eigenschaften aufweisst. Nicht nur das; eben diese Eigenschaften, die Rassenstandards, sollen zuverlässig weitervererbt werden.

In einem komplizierten Verfahren erfolgt die offizielle Anerkennung der neuen Rasse. Dazu gehört ein Zuchtbuch, ein Verband, ein Stammbaum, also auch hochgezüchtete Bürokratie. Nicht an letzter Stelle steht die Rassenbezeichnung. Sie kann eine Ortschaft verewigen (Leonberger), den Namen des Züchters preisen (Dobermann), die Verwendung characterisieren (Schäferhund), auf einen Erbfehler hinweisen (Mexikanischer Nackthund) und vieles mehr. Das Ergebnis ist ein reinrassiger Hund, mit weitgehend normierten Eigenschaften.

Es entstanden Bezeichnungen, die heute von Verbänden und Vereinen offiziell als Hunderassen anerkannt sind. Der Verband Förderation Cynologique Internationale, kurz auch FCI genannt, wird als der größte Dachverband weltweit anerkannt. Er unterteilt die Rassen in 10 Gruppen.

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