Beagle

Beagle

Der Beagle ist seit Hunderten von Jahren nahezu unverändert geblieben. Fröhlich, energisch und äußerst lebhaft - so wurde er als Fährtenhund für die Hasenjagt gezüchtet.

Er wird noch immer bei der Jagd eingesetzt, ist aber ebenso ein beliebtes Haustier, jedoch gehört er nicht gerade zu den einfachsten Begleitern im Alltag.

Beagle - ein beliebtes Haustier

Geschichte

Die beiden Vorfahren des Beagles stammen aus Frankreich. Dort stießen die Engländer auf diese ihnen bis dato unbekannten Rassen und kreuzten sie. Gezüchtet wurden der Beagle demnach aus einer Kombination von 2 ausgezeichneten Jagdhunden. Dem „northern Hound“, welcher dem Beagle seine Schnelligkeit gegeben hat und dem „southern hound“, welcher für die Farbe, Geruchssinn und Beharrlichkeit verantwortlich ist.

Beagle sind sogenannte „Meutehunde“, das heißt sie jagten und jagen zu dutzenden hinter dem Wild her und ermüden es. Das zeigt bereits wie ausdauernd dieser kleine freche Racker sein kann. Das er in Gruppen auf der Jagd war zeigt sich auch heute noch. Er ist ein „Gruppenhund“ und hat nichts gegen den ein oder anderen weiteren Hund in der Familie einzuwenden. Erst in der Gruppe blüht ein Beagle richtig auf.

Allerdings sind auch noch andere Eigenschaften von der früheren Jagdverwendung im heutigen Familienhund hängen geblieben – nämlich die Fähigkeit nahezu alles in Sekundenschnelle zu fressen. Als Jagd- und Meutehunde blieb unterwegs nicht viel Zeit zum Fressen. Darum ist es das oberste Gebot alles, wirklich ALLES, was auch nur annähernd fressbar aussehen könnte für den Beagle gut wegzustellen. Denn dieser Hund macht auch vor Verpackungen und vermeintlich „unverdaulichen“ Dingen nicht Halt.

Pflege

Das Fell sollte täglich gebürstet werden, um lose Haare zu entfernen. Wie bei allen Rassen mit hängenden Ohren müssen die Gehörgänge regelmäßig kontrolliert werden.

Charakter

Lebendig, sozial, fröhlich, eigensinnig, mutig, intelligent, entschlossen und wachsam. Beagles zeigen die starke Anlage, ihrer eigenen Nase nachzugehen.

Aufzucht und Erziehung

Beagles gehören nicht gerade zu den gehorsamsten Hunderassen. Zuallererst einmal sind sie selbständige Jagdhunde, die sich aber auch gut als Haushund eignen. Wer sich für einen Beagle entscheidet, wird Frust und auch Verzweiflung kennenlernen.

Denn so niedlich, süß und tollpatschig wie dieser Hund manchmal sein kann, so energisch, ausdauernd und eigensinnig kann er auch sein. Als „ehemaliger“ Meutehunde war er meist weit entfernt von seinem Besitzer und musste selbständig arbeiten, denken und entscheiden. Das zeigt sich auch heute noch, selbst wenn er eigentlich nicht mehr zur Jagd eingesetzt wird, sondern ein lieber Familienhund sein soll.

Denn steigt dem Beagle, mit seinem ausgezeichneten Geruchssinn, eine Duftspur in die Nase, dann ist er meist direkt hinterher. Deshalb gilt es besonders für Beagle: Halten Sie ihn an der Leine! Um seinem Bewegungsdrang Herr zu werden sollten lange Spaziergänge an der Schleppleine auf dem Tagesplan stehen. So kann er schnüffeln, laufen und kann trotzdem keine Touren auf eigene Faust unternehmen.

In Hundeschulen sind Beagle natürlich willkommen, doch Sie sollten sich darauf einstellen das selbst normale Grundkommandos etwas länger brauchen, bis sie im Beaglehirn angekommen und gefestigt sind.

Verträglichkeit

Beagles gehen in der Regel sehr gut mit anderen Hunden und auch mit Kindern um, auch unbekannte Menschen werden freundlich begrüßt. Man sollte sie aber schon jung an Katzen und andere Haustiere gewöhnen, da sie sonst aufgrund ihres Hetztriebs schnell das Kaninchen der Kinder als Beute sehen und es, ebenso wie das Wild im Wald, hetzen und ermüden.

Bewegung

Die Vertreter dieser Rasse haben einiges an Bewegung nötig. Ein gut umzäunter Garten sorgt dafür, dass der Beagle nicht selbständig „auf Wanderschaft" geht. Man sollte ihn lieber öfter auf lange Spaziergänge mitnehmen, ihn aber wie oben schon geschrieben besser an der Schleppleine behält.

Besonderheiten

Für sportliche Menschen, im Idealfall mit Haus und Garten, ist dieser Hund ein prima Gefährte. In einer kleinen Wohnung hingegen ist er in der Regel weniger zufrieden. Beagle sind gern im Freien und genießen den frischen Wind, der ihnen um die Hundenase weht.