Bloodhound - Hund mit außerordentlichen Geruchssinns

Pflege

Bei der Fellpflege eines Bloodhound hat man wenig Aufwand. Hin und wieder sollte das Fell durchgebürstet werden, um tote Haare zu entfernen. Die Ohren brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. Man sollte sie regelmäßig auf Verschmutzungen untersuchen, es ist dabei nicht schlecht, die Ohren gleich gut zu waschen (beispielsweise nachdem sie in den Futtemapf hingen). Die meisten Exemplare besitzen Hängelider - Augentropfen mit Vitamin A sind hier gut geeignete Pflegemittel.

Charakter

Sanftmütig und anhänglich, in der Jugend sehr ungestüm, freundlich, ausdauernd, zwar stimmgewaltig, aber kein „Kläffer", selbständig, sehr guter Geruchssinn - man sagt, die Nase des Bloodhounds sei zweimillionenmal empfindlicher als die des Menschen.

Aufzucht und Erziehung

Die angezüchteten Bloodhound-Eigenarten verlangen viel Geduld und Geschick bei der Erziehung. Am wichtigsten ist wie üblich die allzeitige Konsequenz - ein Bloodhound kann seinen melancholischen Blick nämlich sehr geschickt einsetzen und macht davon oft genug Gebrauch, wenn es darum geht, seinen Willen durchzusetzen.

Auf dem Gebiet der Gehorsamkeit sollte man den Hunden nicht zu viel abverlangen. Sie sind und bleiben zwar sanftmütig, aber dennoch sehr eigensinnig und folgen nicht jedem Befehl. Die Hunde sollten bevor sie vollkommen ausgewachsen sind nicht zu sehr - beispielsweise durch lange Wanderungen - belastet werden. Bloodhounds wachsen recht schnell heran und brauchen all ihre Kraft, um das spätere „Format" zu erreichen.

Verträglichkeit

Im allgemeinen gehen Bloodhounds sehr gut mit Kindern um. Man sollte aber darauf achten, daß die Kinder den Hund nicht zu sehr necken - der Bloodhound ist so gutartig, daß er alles „Leid" über sich ergehen lassen würde. Gewünschte und unerwünschte Besucher werden gleichermaßen freudig begrüßt. Bloodhounds können mit Hunden oder anderen Haustieren zusammen sehr harmonisch gehalten werden.

Bewegung

Die Vertreter dieser Rasse verfügen über eine schier unglaubliche, um nicht zu sagen „unerschöpfliche" Ausdauer. Wenn man das Tier als Haushund halten will, muß man ihm regelmäßig viel Auslauf verschaffen. Da ein Bloodhound in erster Linie ein Spür- bzw. Schweißhund ist, sollte man ihn - um seiner eigenen Sicherheit willen - nie ableinen, die Verlockung einer Fährte könnte allzu groß sein.

Gleiches gilt natürlich auch im Garten, der deswegen gut umzäunt sein sollte. Das Fell schützt die Hunde gut gegen Kälte, so daß sie sich auch zur Haltung in einem Zwinger eignen - immer vorausgesetzt, daß sie ausreichende Bewegungsmöglichkeiten haben.

Bluthund / Bloodhound Porträt

FCI-Standard

FCI-Gruppe 6
Sektion 1: Laufhunde
Standard Nr. 84

Gehört zur Gruppe

6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen

Ursprung

Belgien

Lebenserwartung

10 bis 12 Jahre

Alternative Namen

Bloodhound oder Chien de Saint Hubert

Grösse

Widerristhöhe:
Rüden 63,5-69cm,
Hündinnen 58-63,5cm  

Aussehen

Ein kräftiger Hund mit einem schweren, rechteckigen Kopf, ausgeprägter Schnauze, tief liegenden Augen, sehr langen Ohren und einer Menge Falten.

Fell

Kurz, dick und glänzend; zweifarbig in Schwarz und Hellbraun oder leber- und hellbrauner Kombinationen und selten einfarbig rot.

Gesundheit

Eine sehr robuste Rasse, neigt aber zu Magenproblemen und Ohreninfektionen sowie zu Hüftdysplasie.

Besitzer brauchen

Viel Aufmerksamkeit für diese sensible Rasse. Der Hund braucht regelmäßigen, langer Auslauf. Trotz seines schweren Aussehens ist er sehr schnell.

Dieser Beitrag wurde am 13.09.2017 23:31 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 14.09.2017 00:05