Ein Terrier der kein Terrier ist!

Der Tibet Terrier ist ein liebenswerter Familienhund der mit Ihnen durch dick und dünn gehen wird. Ein Terrier der kein Terrier ist! Er ähnelt weder im Wesen noch im Körperbau einem Terrier. In seinen Adern fließt nicht ein Tropfen Terrier Blut.

Herkunft

Der Tibet-Terrier ist ursprünglich ein aus Tibet stammender Hütehund und nicht, wie der Name es vermuten ließe, ein Terrier. Im Jahr 1930 wurde der Tibet Terrier zuerst von der Kennel Club of India und dann im Jahre 1931 von der Columbia Kennel Club als reine Rasse anerkannt. In Tibet nennen Sie den Hund auch Tibet-Apso oder Doki-Apso (APSO bedeutet auf Tibetisch "haarige wie eine Ziege").

Die Ursprünge der Rasse sind weitgehend unbekannt, die Darstellungen variieren dabei von heiligen Tempelhunden in tibetischen Klöstern bis zu gewöhnlichen Hofhunden, aber wahrscheinlich waren es eher Klosterhunde und Hofhunde. Man kann sich fragen, warum man Ihm den Namen "Terrier" gab. Dieser Hund ist weit entfernt von den Eigenschaften der Terrier. Der Tibet Terrier wird von der FCI mit der Nr. 209 anerkannt und zwar als Gesellschafts- und Begleithund.

Geschichte

Die ersten Tibetreisenden, die der Rasse ihren bis heute gültigen Namen gegeben haben, haben sich geirrt: Der Tibet Terrier ist ein echter Hütehund und kein Terrier. Er hütete vermutlich bereits vor 2000 Jahren das Vieh der Hirtennomaden auf dem tibetischen Hochplateau, wo ihm seine Wendigkeit, seine Sprung- und Klettergewandheit sehr zustatten kamem. Die Reinzucht der Rasse begründete um 1930 die englische Ärztin Dr. Agnes Greig, die einen Tibet Terrier zum Geschenk erhiert, nachdem sie eine vornehme Tibeterin mit Erfolg operiert hatte.

Charakter des Tibet Terrier's

Die Engländer waren die ersten Terrier Züchter die ihn getauft haben. Am meisten Spaß macht sicherlich seine Persönlichkeit. Der Charakter des Tibet-Terriers ist einer der attraktivsten Eigenschaften der Rasse, seit sie gegründet wurde. Sie gelten als liebenswürdige und liebevolle Familienhunde, die einfühlsam gegenüber ihren Besitzern sind und sanft gegenüber älteren Kindern. Fremden gegenüber ist der Tibet Terrier etwas zurückhaltend aber weder scheu noch aggressiv. Etwas laut kann es zugehen wenn der Tibet Terrier versucht Eindringlinge abzuhalten.

Auch wenn der Tibet-Terrier für das Stadtleben geeignet ist, sollte man beachten, dass es sich um einen energievollen und überraschend starken Hund handelt, welcher regelmäßige Bewegung benötigt.

Pflge

Um Verklettungen vorzubeugen und lose Haare zu entfernen, sollte das Fell täglich gebürstet werden. Dabei muss man besonders auf die Regionen achten, an denen sich das Haar am leichtesten verfilzt, wie an den Achseln, am Bart und an der "Hose". Außerdem sollte der Hund regelmäßig gebadet werden, dabei kann man auch gleich die Gehörgänge säubern und überschüssige Haare abschneiden. Regelmäßiges Bürsten ist sehr wichtig. Ein bis zwei Mal die Woche eine Stunde reicht. Der Tibet Terrier verliert normalerweise das ganze Jahr sein Feld nicht.

Haltung

Der anpassungsfähige Tibet Terrier fühlt sich überall wohn. Enger Familienkontakt ist ihm wichtiger als die jeweiligen Wohnverhältnisse. Das zottige Fell sollte täglich gebürstet werden.

Charakter

Fröhlich, lebendig, wachsam, ausgeglichen, intelligent, würdevoll, mutig, seinem Besitzer sehr zugetan, aber zurückhaltent gegenüber Fremden, etwas domainant gegenüber anderen Hunden. Unter dem zerzausten Fell findet sich ein sehr tapferer und mutiger Hund. Tibetanischen Terrier sind im allgemeinen nicht gern allein.

Aufzucht und Erziehung

Der Hund sollte ruhig und ausgeglichen aufgezogen werden. Die Tiere sind sehr feinfühlig und reagieren auf jede Änderung der Stimmlage.

Verträglichkeit

Im Umgang mit anderen Hunden gibt sich dieser Tibetaner oft etwas dominant. An Katzen und anderen Haustiere sollte man ihn frühzeitig gewöhnen, dann wird es im späteren Zusammenleben keine Schwierigkeiten geben. Wenn er nicht zu sehr geneckt wird, ist er Kindern ein fröhlicher, unempfindlicher Spielkamerad und Familiengenosse.

Bewegung

Diese Hunde verfügen über viel Energie, sie brauchen also die Möglichkeit, ihre Kraft loszuwerden. Behendigkeitsübungen und Fly-ball sind geeignete Hundesportarten.

Tibet-Terrier Porträrt

FCI-Standard

FCI-Gruppe 9, Sektion 5, Standard Nr. 209

Gehört zur Gruppe

9: Gesellschafts- und Begleithunde

Sektion 5 : Tibetanische Hunderassen

Ursprung

Tibet

Lebenserwartung

12 bis 15 Jahre

Alternative Namen:

Tibetan Terrier, Tsang Apso

Grösse

Rüden erreichen eine Schulterhöhe, die von 25 bis 43 cm varrieren kann, Hündinnen sind kleiner.

Farben

Farben: Schwarz, Weiß, Golden, Dreifarbig, Grau, Stromung, Piebald

Aussehen

Robust, von mittlerer Größe, langhaarig, mit quadratischer Silhouette, resoluter Ausdruck.

Fell

Die Terrier besitzen ein doppeltes Fell: Das Deckfell ist lang, üppig, gewellt und fein, die Unterwolle ist dicht und flauschig. Die Farben sind Schwarz,Weiß, Grau, Gold, mit oder ohne weiße oder lohfarbene Abzeichen.

Gesundheit

Der Tibet-Terrier gehört zu den robusteren Hunderassen. Vor allem durch die Züchtungen, die einen optimalen Rassestandard gewährleisten sollen, verlangen die meisten Zuchtvereine von ihren Mitgliedern, dass diese an Kontrollmaßnahmen zu genetisch bedingten Erkrankungen teilnehmen.

Geeigent für

Anfänger

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2011 14:09 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 07.11.2017 23:41