Shiba Inu - eine sehr eigenwillige Hunderasse

Diese beliebte Hunderasse aus Japan wurde in den 1970er-Jahren in den Westen eingeführt. Seitdem gewinnt sie immer mehr an Beliebtheit. Der attraktive Hund wurde ursprünglich für die Jagd gezüchtet und kann sehr eigenwillig sein, aber wenn er gut ausgebildet ist, wird er zum lebhaften Familienhund. Er ist sehr reinlich und pflegt sein Fell selbst.

Geschichte

Dieser aus den bergigen Regionen am Japanischen Meer stammende Hund kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Es existieren Aufzeichnungen die Existenz des besonderen japanischen Rassehundes bereits 400 Jahre vor der Geburt Christus erwähnten. Der Shiba diente den Bewohnern jahrhundertelang als Wächter und Jagdbegleiter für kleines Wild und Vögel. Er verfügt eine exzellente Sprungkraft, sodass er Vögel ohne Probleme fängt. Der Shiba existierte bereits 8.000 bis 10.000 Jahre vor Christus was alte Skelettfunde belegen. Die Rasse blieb un all dieser Zeit weitestgehend frei von anderen Einflüssen, da es keine anderen Hundrassen in der Region gab mit denen sie sich kreuzen konnten. Daher kam es nicht zu Vermischungen und die Rasse blieb in ihrem Ursprung erhalten.

Erst 1870 als die Briten andere Hunderassen wie Pointer und Settler mitbrachten, kam es zu Kreuzungen zwischen einheimischen Hunderassen und den mitgebrachten. Das sorgte dafür das ein reinrassiger Shiba Inu im Jahr 1928 zu einer Seltenheit wurde. Um die Rasse zu erhalten, entschieden sich die Liebhaber um 1928 für eine gezielte Zucht dieser Hunderasse. Seit 1934 existiert ein verbindlicher Standard. Im Jahr 1937 kam es zur Ernennung des Shibas zu einem japanischen Nationaldenkmal und verhalf dieser Hunderasse an mehr Popularität im Inland wie auch im Ausland was ihrer Verbreitung dienlich war.

Seit der geziehlten Züchtung dieser Rasse verfügt er im Gegesatz zum ursprünglichen Shiba über längere Beine und einen kräftigeren Körperbau. Heute zählt er neben dem Akita Inu zu den beliebtesten Hunden in Japan.

Haltung

Die Haltung eines Shina Inus sorgt auch bei Anfängern nicht für Komplikationen. Es ist wichtig, dass er sowohl körperlich als auch geistig artgerecht ausgelastet wird. Der Shiba Inu ist mit teilweiser Außenhaltung im sicher eingezäunten Garten zufrieden. Ein Garten wäre zum Vorteil um den Bewegungsdrang des kleinen Hundes zu stillen und man könnte ihn trotz Jagdtrieb und temporärer „Taubheit“ frei laufen lassen. Das Tier benötigt einen engen Familienanschluss. Daher eignet sich eine vollständige Haltung im Garten oder im Zwinger nicht.

Es ist aber auch durchaus möglich ihn in einer kleinen Stadtwohnung zu halten, voraussgesetzt man nimmt sich die Zeit für tägliche längere Spaziergänge. Aufgrund seiner guten Ausdauer kann man ihn sehr gut zum joggen in den Park oder sogar zum Fahrrad fahren mitnehmen. Ein paar Stunden ohne Herrchen oder Frauchen verkraftet diese Hunderasse besser als andere Hunderassen.

Bei steigenden Temperaturen sollte Sie für ein kühles Plätzchen sorgen auf das er sich zurückziehen kann. Wenn der Sommer da ist, steigen schnell die Temperaturen, Hunde kommen mit dieser Hitze schlecht klar. Lesen Sie hier warum das so ist und was Sie im Notfall tuhen können wenn Ihr Hund einen Hitzschlag hat.

Pflege

Da der Shiba Inu heiße Temperaturen nicht so gut verträgt sollte man in der Regel auf ausgedehnte Spaziergänge an Sommertagen verzichten. Dieser mittelgroßen Vierbeiner gilt als als wetterfeste Hunderasse die sich den meisten Situationen problemlos anpassen kann. Regen und Wind machen dem Tier nichts aus. Heiße Tage bereiten ihm aufgrund seines dichten Fells Schwierigkeiten.

Fell

Das Fell dieser japanischen Hunderasse hat nur wenig Pflege nötig. Er kommt zweimal jährlich in den Fellwechsel. Ab und zu müssen die toten Haare entfernt werden, damit das Fell in gutem Zustand bleibt, hierfür ist ein Kamm mit doppelreihigen Metallzinken am besten geeignet. Der kleine Japaner besitzt keinen ausgeprägten Eigengeruch. Selbst mit nassem Fell riecht Dein Haustier nicht unangenehm.

Ernährung

Der Shiba stellt keine hohen hohen Anforderungen an die Ernährung. Sie können den Shiba problemlos barfen, aber auch Trockenfutter und Dosenfutter nimmt er in der Regel ohne Probleme an. Achten Sie aber auf die Menge die der kleiner Japaner verfuttert, denn er neigt zu Übergewicht.

Chrarakter

Der Shiba ist ein lebendiger, ausgeglichener und aufgeweckter Hund. Trotz seiner eher ruhigen Art, ist er sehr rege und wachsam. Wenn man in der Lage ist, mit den Eigenheiten dieser Rasse klar zu kommen und einen Hund mit archaischem Wesen und starker Ausstrahlung sucht, ist man beim Shiba genau richtig.

Sein zu jeder Zeit hoher Eigenwille und Selbstständigkeit kann zuweilen eine große Herausforderung für Frauchen und Herrchen darstellen und man sollte mit einer solchen starken Hundepersönlichkeit umgehen können. Der Shiba zählt zu den Rassen, die sich nie völlig dem Willen eines Menschen beugen.

Im allgemeinen lässt er sich aber gut führen und ist ein unternehmungslustiger, anhäglicher Begleiter. Da er ursprünglich als Jagdhund gehalten wurde, verfügt er über die Fähigkeit, hoch zu springen und fängt mit erstaunlichen Geschick Mäuse oder Vögel.

Aufzucht und Erziehung

Der Shiba Inu ist kein einfacher Zeitgenosse. Seine Intelligenz und sein unabhängiges Wesen machen ihn zu einer der schwer erziehbaren Hunderassen.

Verträglichkeit

Ein Shiba Inu kommt im allgemeinen gut mit anderen Hunden und anderen Haustieren zurecht. Gegenüber Fremden ist er zurückhaltend, mit Kindern gibt es in der Regel keinerlei Probleme.

Bewegung

Die Hunde stellen wenig Ansprüche und passen sich mühelos den Umständen an - wenn es die Möglichkeit gibt, können sie aber auch stundenlang laufen.

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Shiba Inu Porträt

FCI-Standard

FCI-Gruppe 5
Sektion 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen
Standard Nr. 257

Gehört zur Gruppe

5: Spitze und Hunde vom Urtyp

Ursprung

Japan

Lebenserwartung

12 bis 15 Jahre

Alternative Namen

Japanese Shiba Inu, Japanese Small Size Dog, Shiba Ken, Shiba, Shiba Inu

Veranlagung / Typ

Jagdhund und Familienhund

Grösse

Rüden: 38 - 42 cm
Hündinnen: 35 - 38 cm

Gewicht

Rüden: 8 - 11 kg
Hündinnen: 6,8 - 9 kg

Aussehen

Mit seiner rötlichen bis sesambraunen Färbung sowie den weißen Stellen an Bauch und Kopf besitzt der Hund ein charakteristisches Aussehen.

Farben

Rot, schwarzloh, sesam, schwarz-sesam, rot-sesam, alle mit weiß an Kopf, Brust, Bauch, Rutenunterseite und Läufen

Fell

Zweilagig mit weicher, dicker Unterwolle und geradem Deckhaar, das vom Körper absteht. Die Farben sind Rot, Schwarz und Braun oder Sesam (rötlich mit schwarzen Haarspitzen). Die Fellbezeichnung in blassen Kontrastfarben wird auf Japanisch "urajiro" genannt.

Kopf

Breit an den Wangen, mit ausdrucksstarken schwarzen Augen in Dreiecksform. Er verjüngt sich leicht zur Schnauze hin.

Ohren

Offen und dreieckig, hoch angesetzt, weit auseinander stehend und leicht nach vorn geneigt.

Urajiro

Ein japanisches Wort, das exakt die Verteilung der Kontrastfarbe auf Brust und Gesicht beschreibt. Das Fell am Übergang zwischen den beiden Fellfarben wirkt wie schattiert, was sehr fein aussieht.

Pfoten

Runde Katzenpfoten mit gut aufgewölbten Zehen.

Schwanz

Dick behaart; er wird gut eingerollt über dem Rücken getragen.

Gesundheit

Die Shiba Inus bringen kaum genetische Dispositionen für bestimmte Krankheiten mit, sofern keine Inzucht vorliegt. Wenn überhaupt neigt er zu Augenproblemen, Kniegelenkschwäche sowie Epilepsie.

Geeignete Sportarten

Joggen mit Hund
Fahrradfahren mit Hund

Besitzer Brauchen ...

Zeit und Energie, um diesen eigenwilligen, energiegeladenen Hund zu erziehen und ihn gründlich zu sozialisieren.

Dieser Beitrag wurde am 13.01.2018 13:23 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 09.09.2018 16:30