Dobermann - das temperamentvolle Wesen

Elegant und schnittig im Aussehen, hat sich der moderne Dobermann bis heute kaum verändert seit Friedrich Dobermanns erster Züchtung, nur wird er nicht mehr gezüchtet, um Angst zu erzeugen.

Das Ergebnis aus den Kreuzungen von Deutschen Pinschen und Rottweilern, mit Einschlägen von Manchester Terrier und vielleicht auch Deutschen Pointern (Greyhound und Weinmaraner könnten auch mit dabei sein), ist ein großer, muskulöser, kraftvoller Hund mit einem wachsamen, aufmerksamen Blick.

Heute wird er oft als Wachhund eigesetzt. Seine Intelligenz und Lernfähigkeit haben ihn zu einem beliebten Polizei und Blindenhund gemacht. Sehr erfolgreich ist er bei Wettkämpfen und beim Agility-Training.

Gern wird er auch als Haushund gehalten, stellt aber an den Besitzer hohe Anforderungen. Heute ist er zwar weniger furchterregnd als die ersten Züchtungen, aber immer noch eine Wachhundrasse.

Daher kann der Dobermann agressiv zu anderen Hunden sein, vorsichtig und misstrauisch zu Fremden. Diese Eigenschaften, zusammen mit der enormen physischen Kraft, machen frühes, konsequentes und regelmäßiges Training sowie Erziehung durch einen erfahrenen Hund seiner Kraft bewusst und jede Verhaltensauffälligkeit beseitigt wird, lange bevor sie zum Problem wird.

Jeder, der sich für einen Welpen entscheidet, sollte sorgfälltige Erkundigungen über den Stammbaum einziehen.

Ein gut erzogener Dobermann ist ein ausgezeichneter und folgsamer Begleiter. Trotzdem ist er ungeeignet für Besitzer mit kleinen Kindern oder jemanden, der nicht fir genug ist, dem Hund die Menge an Auslauf zu bieten, die er braucht.

Pflege

Das Fell braucht kaum Pflege. Während des Fellwechsels kann ein rauher Noppenhandschuh gute Dienste beim Entfernen der losen Haare leisten. Die Krallen sollten kurz gehalten und das Gebiß auf Zahnstein durchgesehen werden.

Chrarakter

Aktiv, gescheit, sehr zäh, mutig, intelligent, guter Wachhund, treu und anhänglich, etwas geräuschvoll, große Ausdauer.

Aufzucht und Erziehung

Die starken, eleganten Hunde müssen überlegt und konsequent in harmonischer Umgebung aufgezogen werden. Wenn man mit der Erziehung von Hunden noch unerfahen ist, ist von der Anschaffung einer Dobermanns abzuraten.

Viele Dobermänner werden neurotisch, weil sie in ihrer Jugend falsch angefaßt worden sind (und das kommt leider viel zu oft vor). Als Folge werden sie dann entweder ängstlich oder noch schlimmer bissig, obwohl sie von der Natur aus einen "ehrlichen" Charaker besitzen.

Das zeigt sich schon dadurch, daß viele Repäsentanten dieser Rasse als Rettungs-, Wach- und Polizeihunde ihren Dienst tun oder als Blindenführerhunde eingesetzt werden. Dobermänner sind nämlich augezeichnet für die Abrichtung geeignet, aber das setzt frühzeitige Sozialisation und eine feste autoritäre Erziehung voraus.

Verträglichkeit

Ein korrekt erzogener und sozialisierter Dobermann kommt prima mit Hunden, anderen Haustieren und auch Kidnern aus. Unerwünschte Besucher werden gestellt.

Bewegung

Mit dem täglichen "Um-den-Block-Gehen" läßt sich ein DObermann nicht abspeisen. Er ist auf Schnelligkeit angelegt und besitzt ein großes Durchhaltevermögen. Man kann mit ihm schwimmen gehen, ihn neben dem Rad laufen, für Hundesport anmelden oder im Wald toben lassen.

Dobermann Porträt

FCI-Standard

FCI-Gruppe 2, Sektion 1(1.1 Pinscher), Standard Nr. 143

Gehört zur Gruppe

2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde

Ursprung

Deutschland

Lebenserwartung

10 bis 13 Jahre

Grösse

Widerristhöhe:
Rüden 66-71cm,
Hündinnen 61-66cm  

Aussehen

Kräftig, flink und eindrucksvoll, mit einer schlanken athletischen Outline und einen ständig aufmerksamen Ausdruck und wachsamen Verhalten.

Fell

Kurz, glatt und dicht. Die bei weitem häufigste Variante ist schwarz mit rostbraunen Markierungen, sehr selten kommen auch rehbraune Schläge vor. ebenfalls kombiniert mit Rostbraun.

Gesundheit

Der Hund kann zu Hüftdysplasie, angeborenen Herzfehlern und Augenkrankheiten neigen.

Besitzer Müssen

Eine Menge Erfahrung in der Führung großer Hunde, zusätzlich viel Zeit für AUslauf und Training, um diese kräftige Rasse zu sozialisieren und das Wissen, dass diese Hunde großen Schaden anrichten können, wenn sie nicht folgen. Das ist kein Hun dfpr Anfänger oder jemanden, der nicht bereit ist, viel, viel Zeit in Trianing, Auslauf und Haltung zu stecken.

Dieser Beitrag wurde am 16.02.2017 23:21 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2017 16:17