Home » Hunderassen » Gesellschaftshunde » Lhasa Apso

Lhasa Apso der tibetische Löwenhund

Der Lhasa Apso wurde von Lamas in Klöstern Tibets gezüchtet und galt als „Botschafter des Friedens und Glücks“. Man nannte die Hunde auch Löwenhunde wegen ihres löwenähnlichen Fells, Lhasa Apsos galten als Reinkarnation der Lamas, die zum „orientalischen Paradies der Glückseligkeit“ keinen Zugang hatten, es waren „heilige Hunde“, die die Schätze der Buddhas bewachten.

Pflege

Das schwere Haarkleid braucht viel Pflege. Zunächst muß es wöchentlich gründlich ausgebür¬stet werden, wobei man sich nicht nur um das Deckfell, sondern vor allem auch um die Unterwolle kümmern muß, um Verklettungen vorzubeugen. Man sollte dabei nicht zu stark an den Haaren ziehen und eventuell eine Lotion verwenden, um das Abbrechen von Haaren zu vermeiden.

Desweiteren müssen die Ohren auf überstehende Haare kontrolliert werden, die dann genau wie überschüssige Haare zwischen den Fußballen abgeschnitten werden müssen. Da die Pflege des Fells sehr aufwendig ist, wird es bei Haushunden oft gekürzt. Das ruft bei Liebhabern zwar nicht unbedingt „Begeisterung" hervor, ist aber in jedem Falle besser als ein ungepflegtes, verfilztes Fell.

Chrarakter

Ruhig, treu, lieb, ausgeglichen, nicht laut, selbständig, mißtrauisch gegenüber Fremden, fröhlich. Der Lhasa Apso drängt sich zwar nicht auf, hat aber trotzdem sehr gern Gesellschaft. Für seine geringe Größe ist der Lhasa Apso unerwartet robust, es ist außerdem immer wieder überraschend, wie sich die Hunde einer Vielzahl von klimatischen und kulturellen Verhältnissen anpassen konnten.

Aufzucht und Erziehung

Wie alle östlichen Hunderassen ist auch der Lhasa Apso ein wenig dickköpfig. Man sollte von ihm keine Kunststücke erwarten, sondern seinen Charakter durch gezielte Belohnungen bei gutem Benehmen in die richtige Richtung lenken. Harte Worte können ihn tief treffen und er wird sich „beleidigt" zurückziehen. Er ist aber intelligent genug, um Regeln zu begreifen.

Verträglichkeit

Der Lhasa Apso geht gut mit Artgenossen, anderen Haustieren sowie Kindern um. Gegenüber Fremden gibt sich der Lhasa Apso ein wenig reserviert.

Bewegung

Der Lhasa Apso verfügt über ein durchschnittliches Bewegungsbedürfnis. Er ist sehr häuslich, allzulange Wanderungen muß man nicht mit ihm unternehmen.

Besonderheiten

Wenn man die Betreuung des Fells nicht als unerquickliche Mühe betrachtet, ist der Lhasa Apso ein angenehmer Haushund.

Lhasa Apso

FCI-Standard

FCI-Gruppe 9, Sektion 5 Schäferhunde, Standard Nr. 227

Gehört zur Gruppe

9: Gesellschafts- und Begleithunde

Ursprung

Tibet

Lebenserwartung

12 bis 14 Jahre

Alternative Namen

Lhasaterrier, Löwenhund

Grösse

Widerristhöhe:
Rüden 23-28cm,
Hündinnen 20-25cm

Aussehen

Ein kleiner, aber wachsamer Hund, mit einem lebhaften Auftreten und extrem langem Haar.

Fell

Langes hartes, festes Deckhaar, sehr gerade und dick, mit k[ryerer Unterwolle. Es kommen alle Schattierungen von Blond, Graumeliert, Grau, Braun und Weiß und jegliche Kombination davon vor.

Gesundheit

Generell gesund. Lhasas neigen zu Augenproblemen, einschließlich eingewachsener Wimpern und einwärts gestülptem Lidrand, Nierenleiden und Orinfektionen.

Besitzer Brauchen

die Willenstärke, diesen eigensinnigen Hund zu erziehen, und genügend Zeit für die aufwendige Pflege.

Dieser Beitrag wurde am 28.12.2016 17:50 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2017 16:24