Airedale Terrier

Airedale Terrier

Bei dieser Rasse, welche früher zur Jagd auf den Fischotter gezüchtet wurden war, handelt es sich um einen kräftigen Hund, der auch hervorragend schwimmen kann. Der nach dem Aire-Tal in Yorkshire benannte, kräftige und große Hund wurde abgerichtet um neben der Otterjagd auch Wasservögel und Dachse zu jagen. Wahrscheinlich wurde er Mitte des 19. Jh. aus einer Kreuzung des Otterhundes mit einer oder mehreren Arten von Arbeitsterriern gezüchtet. Das erste Mal wurde er in den 1880er-Jahren unter dem Namen Airedale Terrier gezeigt. Vorher war er auch schon als Waterside Terrier bekannt.

Durch das Einkreuzen von Otterhundblut wurde der Airdale zum größten Terrier und in einer Vielzahl von Tätigkeiten eingesetzt. Bevor der Deutsche Schäferhund ihm den Rang ablief, wurde er oft als Polizeihund ausgebildet. Außerdem setzte man ihn während des Ersten Weltkriegs als Melde-, Such- und Rettungshund ein und er bewies großes Geschick beim Aufspüren von Verwundeten.

In den 1930er-Jahren wurde der Airedale ausgesprochen modern, was dazu führte, dass er weit mehr als Haushund gehalten wurde denn als Arbeitshund. Damals fing man an, ihn eher wegen seines Aussehens zu züchten und weniger wegen seiner Nützlichkeit. Seitdem ist er als Begleithund weniger gefragt, da er hohe Ansprüche an den Besitzer stellt.

Hunde dieser Rasse sollten nicht lange allein gelassen und viel bewegt werden. Der Airedale ist unermüdlich und intelligent, und er gehört beschäftigt, vorzugsweise mit Outdoor Aktivitäten. Er ist eine ausgezeichnete Wahl für jemanden, der sehr unternehmungslustig ist und sich einen Spielkameraden oder einen Wanderpartner wünscht. Airdales lieben es, zu fressen und - anders als andere Terrier - auch zu schwimmen. Ohne ausreichende Beschäftigung für Körper und Geist können sie jedoch zerstörerisch werden und beißen, nagen und buddeln dann unerlässlich. Diese Hunde sind nicht schwer zu erziehen, aber sie reifen langsam, sodass die Erziehungszeit bis zum zweiten Geburtstag oder länger reicht. Ein gut trainierter und sorgsam erzogener Airedale ist den Einsatz wert; Besitzer werden mit einem gefügigen, begeisterten und klugen Hund belohnt.

Erscheinungsbild

Sein Rumpf ist dunkelgrau oder schwarz gefärbt, während Kopf, Ohren, Bauch und Pfoten lohfarbend sind. Der lange und schmale Kopf verfügt über eine flache Stirn und einen nicht ausgeprägten Stop. Die kräftige Schnauze endet in einem schwarzen Nasenspiegel. Dazu kommen kleine, dunkle Augen sowie kleine, V-förmige Kippohren. Die hoch angesetzte Rute wird aufrecht getragen, ist aber nicht zum Rücken hin gebogen. Üblicherweise wird sie so kupiert, dass sie gleich hoch wie der Kopf reicht.

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Geschichte

Der Name bezieht sich vermutlich auf „dale“ (engl.: Tal) des Flusses Aire in der englischen Grafschaft Yorkshire, Großbritannien. Der Airedale Terrier wurde im letzten Jahrhundert von Fischern an der Aire gezüchtet, die zu diesem Zweck den Otterhound mit dem Black-and-Tan-Terrier, einer heute ausgestorbenen Rasse, kreuzten. Seit damals wurde er zur Jagd auf den Fischotter, auf Nagetiere und auch als Apportierhund eingesetzt. Auch Gordon Setter und Schottische Schäferhunde sollen eingekreuzt worden sein. Die ersten Erwähnungen bezeichnen ihn noch als „Waterside-“ oder „Working-Terrier“. Im Jahre 1875 wurden die ersten Hunde dieses Schlages unter den Namen „Waterside-“ oder „Bingley-Terrier“ ausgestellt. Erst um das Jahr 1880 fand die heutige Bezeichnung „Airedale Terrier“ bei Zuchtschauen Verwendung. Der Rassestandard wurde 1886 anerkannt. Diese Terrier gehörten zu den ersten Hunden, die in der britischen Armee ihren Dienst leisteten. Während des ersten Weltkrieges kamen sie in den Schützengraben Flanderns als Meldegänger zum Einsatz.

Pflege

Airedale Terrier müssen eigentlich nicht viel gebürstet oder gekämmt werden. Etwa zweimal pro Jahr muss das Fell allerdings getrimmt werden. Showhunde haben eine intensivere Pflege nötig. Falls nötig sollte man auch überstehende Haare zwischen den Fussballen wegschneiden.

Charakter

Der freundliche und treue, aufrichtige und lebhafte Hund eignet sich perfekt als Begleit- und Wachhund. Ab und an neigt er zu Ungehorsamkeit und muss von seinem Herrchen liebevoll, aber bestimmt geführt werden.

Aufzucht und Erziehung

Dieser Hund ist intelligent genug, um schnell mitzubekommen, was von ihm verlangt wird. Man sollte das Training so abwechslungsreich wie möglich gestalten, denn wenn der Hund immer nur dasselbe Kommando bekommt, wird er schnell dickköpfig. Mit dem richtigen Training können Airedale Terrier an den verschiedensten Hundesportarten teilnehmen.

Haltung

Hunde dieser Rasse sind, bei ausreichend Beschäftigung durchaus auch für eine Haltung in der Wohnung geeignet. Man sollte jedoch ihrem immensen Bewegungsdrang nachkommen.

Verträglichkeit

Im Allgemeinen gehen Airedale Terrier gut mit Katzen und anderen Haustieren um. Kindern gegenüber sind sie außergewöhnlich geduldige Spielgefährten. Die Reaktionen auf andere Hunde hängen meist von deren Verhalten ab, denn normalerweise ist der Airedale relativ gleichgültig eingestellt gegenüber Artgenossen.

Bewegung

Ein Airedale Terrier verfügt über ein mittleres Bewegungsbedürfnis. Drei Mal täglich ein ausgedehnter Spaziergang und danach noch ein wenig spielen, sowie Kopfarbeit sollten zum Pflichtprogramm gehören. Die Hunde sind richtig wild auf Ballspiele, Schwimmen und Apportieren. Sind sie ausgewachsen, können sie auch neben dem Fahrrad herlaufen.

Hinweis

Besitzer brauchen einen Sinn für Kräfte zehrenden Auslauf und eine Menge Zeit für Übungen. Airedales sind elegant, haben aber das zähe, unabhängige Auftrete vieler Terrier.