Boxer - der gestandene Arbeitshund

Ursprünglich wurde der Boxer als flexibler Nutzhund gezüchtet; heute erfreut er sich größerer Beleibtheit als Begleithund.

Trotz seines scheibar kampflustigen Gesichts, hat der Boxer eine verspielte, drollige Seite, die überrascht, wenn man mit der Rasse nicht vertraut ist.

Der kraftvolle, ausgelassende Hund reift nur langsam heran und ist ziemlich langlebig. Da er manchmal das alberne Benehmen eines Welpen bis zum dritten oder vierten Lebensjahr beibehält, kann es etwas mühsam sein, ihn zu erziehen.

Durch ihre witzige und liebenswerte Art fällt es vielen Haltern schwer konsequent zu bleiben. So erziehen sich einige Exemplare dieser Rasse ihre Menschen zu tollen Leckerliegebern. Boxer sind nichtsdestotrotz ausgezeichnete Familienhunde.

Da aber ihre ungestüme, bei aller Liebe hin und wieder auch zudringliche Art Kleinkinder gelegentlich überfordert, sind sie eher für etwas ältere und standhafte Kinder geeignet. Der Hund kann sich auch als Segen für Eltern erweisen, wenn Hund und Kind stundenlang miteinander spielen und danach selig schlafen.

Bei aller Verträglichkeit mit Menschen können Boxer manchmal mit anderen Hunden ein wenig streitlustig sein. Viele Hunde „verstehen“ Boxer auch nicht, da bei vielen noch immer die Rute kupiert wird. Somit fällt ein extrem wichtiges Ausdrucksmittel weg, was beim hündischen Gegenüber dafür sorgen kann, dass er den Boxer als Bedrohung wahrnimmt.

Obwohl die Rasse im Allgemeinen sehr robust ist, hat sie angezüchtete Schönheitsfehler: In den Falten um die Schnauze können sich Pilze bilden. Boxer vertragen aufgrund ihrer viel zu kurzen Schnauze keine extremen Temperaturen. Bei Hitze können die Hunde unter Umständen einen Hitzschlag erleiden, da sie sich nicht so gut wie andere Hunde durch Hecheln akklimatisieren können. Bei Kälte neigen Boxer zur Erkältung.

Pflege

Um das Fell in gutem Zustand zu halten, muss er nur ab und zu mit einer weichen Bürste gebürstet werden - vor allem während des Fellwechsels.

Chrarakter

Fröhlich, freundlich, spontan, intelligent, lernwillig, neugierig, gute Auffassungsgabe, wachsam, etwas ungestüm, ehrlich, unkompliziert, sehr anhänglich.

Aufzucht und Erziehung

Einen Großteil der Zeit wird der Halter damit beschäftigt sein, dass ungestüme Temperament seines Hundes ein wenig zu zügeln. Boxer sind nun mal „große“ Welpen und behalten ihr kindisches Verhalten lange bei. Das jedoch macht sie auch so einzigartig. Dennoch darf man bei all dem Jux und Spaß die Erziehung nicht vernachlässigen. Gerade weil es große Hunde sind, sollte man auf einen guten Grundgehorsam achten. Dabei hat Strenge nichts in der Erziehung zu suchen! Der Boxer ist sensibel und lernt über positive Konditionierung deutlich besser.

Verträglichkeit

Boxer sind richtiggehend berühmt für ihren guten Umgang mit Kindern. Ein gut sozialisierter Welpe sollte daher auch keinerlei Probleme im Kontakt mit anderen Haustieren oder Artgenossen verursachen. Das Naturell des Boxers ist grundsätzlich liebevoll, hängt aber stark vom "Vorbild" seines Besitzers ab.

Bewegung

Man sollte dem Hund möglichst viele Möglichkeiten der körperlichen Ertüchtigung bieten, dann fühlt er sich in seinem Element. Ausgewachsene Boxer können neben dem Fahrrad her laufen (ACHTUNG: Nicht im Sommer! Immer auf den Zustand des Hundes achten! Durch die kurze Schnauze neigen sie schnell zur Überhitzung). Sie lieben aber auch das Toben und Balgen mit Artgenossen und - noch mehr - ein Ballspiel mit dem Besitzer.

Boxer Porträt

FCI-Standard

FCI-Gruppe 2, Sektion 2(2.1 Doggenartige Hunde), Standard Nr. 144

Gehört zur Gruppe

2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde

Ursprung

Deutschland

Lebenserwartung

10 bis 12 Jahre

Grösse

Widerristhöhe:
Rüden 58-63,5cm,
Hündinnen 54,5-57cm  

Aussehen

Kräftiger, massiv wirkender Kopf mit kurzer Schnautze; langbeiniger, muskulöser Körper. Es überrascht wenig, dass diese Rasse zu kräftigen Wachhunden gezüchtet wurde.

Fell

Der Boxer besitzt ein kurzhaariges, glatt anliegendes Fell. Als Farben kommen Gelb oder gestromtes Fell in Frage, mit oder ohne weiße Abzeichen (weniger als ein Drittel des Hundes sollte weiß sein) und mit dunkler Maske.

Gesundheit

Generell robust. Es können aber angeborene Gesundheitsprobleme auftreten, wie Hüftdysplasie, Diabetes und Herzprobleme. Wie alle kurznasigen Rassen neigen sie zu Überhitzung.

Besitzer Müssen

Beide Seiten des Boxers verstehen können: den verspielten Kumpel und den tapferen Wachhund. Dieser Hund braucht anregende Spiele und Auslauf ebenso wie Training und Erziehung.

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2017 18:02 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2017 16:17