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Australian Cattle Dog - ein extrem widerstandfähiger Hund

Das Leben in Austaliens Outback erfordert einen extrem widerstandfähigen und unermüdlichen Hund. Die ersten Hütehunde, die von Siedlern mitgebracht wurden, waren von dem harten Klima und den weiten Strecken, die sie zurückleen mussten, überfordert.

Um einen Hund zu "kreieren", der für diesen Job taugte, experimentierten die Rancher mit einer Reihe von Rassen. Der Australische Treibhund enstand aus einem gemischten Erbe, das den (heute ausgestorbenen) Smithfield Heeler, den Bullterrier, den Kelpie, den Dalmatiner und den australischen Windhund, den Dingo, mit eischließt.

Dieser Schmelztiegel von Rassen brachte einen fähigen Hund hervor, der für die Arbeit zu leben scheint. Ein Rassestandard wurde bereits 1893 aufgezeichnet. Offiziell wurde der Hund 1903 registriert, aber es dauerte weitere 80 Jahre, um ihn außerhalb bekannt zu machen. Fans dieser Rasse rühmen seine hohe Intelligenz und seine Lernbereitschaft. Diese Qualitäten machen ihn zwar zu einem außergewöhnlichen Arbeitshund, aber auch zu einem fordernden Haustier.

Wie der Border Collie, braucht der Australische Treibhund jede Menge Auslauf und mentale Reize: Er liebt die Arbeit. Was diese "Arbeit" ist, hängt vom Besitzer ab. Ob er den Hund mit Agility- oder Gehorsamkeitsübungen beschäftigt oder ihm einfach eine Reihe von komplizierten Spielen beibringt - der Hund wird alles leicht und begeistert lernen.

Ein Haushund dieser Rasse ist in der Regel ein typischer Einpersonenhund, aber auch seiner Familie sehr zugetan. Er ist Fremden gegenüber zurückhaltend und muss bereits als Welpe dazu erzogen werden, neue Menschen und andere Hunde zu akzeptieren.

Pflege

Das Fell des Australian Cattle Dog hat wenig Pflege nötig. Es ist wohltuend für den Hund, wenn man ihn ab und zu einmal bürstet, wobei man die alten Haare entfernt.

Äußerlichkeiten des Australian Cattle Dog

Charakter

Der Australian Cattle Dog ist sehr intelligent und arbeitsfreudig, ausgeglichen, bellt wenig, ist sehr treu, mutig, gehorsam, wachsam, optimistisch und aktiv.

Aufzucht und Erziehung

Der Heeler ist ein sehr intelligenter Hund, der schnell lernt und gerne arbeitet. Die Erziehung dieser Hunde fällt also leicht. Wenn man nicht ausreichend mit dem Hund arbeitet, so wird er unzufrieden.

Behendigkeit gehört zu den passenden Sportarten, es können aber auch Fly-ball oder andere Spiele sein. Solange man sich intensiv mit dem Hund beschäftigt, wird er sehr ausgeglichen bleiben. Ein Australian Cattle Dog, der sich langweilt, wird schnell lästig. Er macht sich dann nämlich auf eigene Faust auf die Suche nach Arbeit, was nicht unbedingt gutgehen muß.

Verträglichkeit

Die Rasse verhält sich vorbildlich zu Artgenossen, anderen Haustieren oder Kindern. Voraussetzung für ein solches Verhalten ist natürlich, daß die Hunde gut sozialisiert und eingewöhnt werden.

Bewegung

Die Tiere der Rassengruppe, zu der auch der Australian Cattle Dog gehört, haben viel Bewegung und Beschäftigung nötig, um ihren Körper in guter Form zu halten. Wenn man also einen Schoßhund sucht, mit dem man nicht viel tun muß, so ist dieser Hund die falsche Wahl.

Besonderheiten

Die Welpen dieser Rasse werden weiß geboren, Flecken auf den Pfoten geben aber einen Hinweis auf die später zu erwartende Fellfärbung.

Australian Cattle Dog Porträt

FCI-Standard

FCI-Gruppe 1
Sektion 2: Treibhunde
Standard Nr. 287

Gehört zur Gruppe

1: Hütehunde und Treibhunde

Ursprung

Australien

Lebenserwartung

13 bis 15 Jahre

Alternative Namen

Australischer Treibhund, (Australischer) Heeler, Blue Heeler, Hall's Heeler, Queensland Heeler

Veranlagung / Typ

Treibhund und Familienhund

Grösse

Widerristhöhe Rüden: 46 - 51 cm
Widerristhöhe Hündinnen: 43 - 48 cm

Gewicht

Rüden: 15 - 16 kg
Hündinnen: 4 - 16 kg

Aussehen

Ein gut gebauter, stämmiger Hütehund, der noch leicht genug ist, um wendig in der Bewegung zu sein. Er hat einen lebhaften, intelligenten Ausdruck.

Fell

Kurzes, dichtes, Wasser abweisendes Doppelfell; das Deckhaar liegt eng am Körper an und ist um den Hals, hiner den Beinen und an der Unterseite des Körpers etwas länger.

Die Farben sind rot (gesprenkelt) oder blaugrau (entweder einfarbig, fleckig oder gesprenkelt), manchmal mit hellbraunen oder schwarzen Abzeichen.

Gesundheit

Kräftig und robust. Trotzdem kann der Australische Treibhund bisweilen an Hüftdysplasie und Augenleiden erkranken.

Besitzer brauchen

Hingabe und Energie, um diesen eigenwilligen Hund zu erziehen und zu trainieren, sowie den Einfallsreichtum, ihn mental ausreichend zu beschäftigen.

Dieser Beitrag wurde am 27.10.2017 00:49 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 27.11.2017 19:16