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Soft Rock und Reggae

Für die Studie wurden in einem Tierheim Hunden unterschiedliche Songs vorgestellt. Die Lieder stammten aus fünf verschiedenen Musikrichtungen. Neben Klassik, Motown und Pop spielten die Forscher auch Soft Rock und Reggae.

Beim Reggae sorgt die Kombination verschiedener Instrumente für rhythmische Klänge. “Einer der Klassiker ist hier die Gitarre, die sowohl als Lead- als auch als Rhythmusinstrument in den Stücken eingesetzt werden kann”, verrät Carolin Schmidt von musiklux.de. Wie Neil Evans, Leiter der aktuellen Studie, zusammenfasst, haben bei den Vierbeinern Soft Rock und Reggae Musik die meisten positiven Verhaltensveränderungen gezeigt.

Musik berührt tierische Seelen

Warum genau gerade Soft Rock und Reggae bei den Hunden gut ankommen, ist nicht ganz klar. Den Vermutungen zufolge könnte das bei beiden Musikrichtungen jedoch an den wiederkehrenden Melodien sowie dem Tempo liegen, das insgesamt nicht so schnell ist wie bei anderen Musikrichtungen.

Die schottische Tierwohlfahrt möchte die neuesten Studien-Erkenntnisse berücksichtigen und nun für die Tiere im Tierheim spezielle Playlists zusammenstellen, die dann in den Zwingern laufen sollen, um die Tiere zu beruhigen.

Schon Studien in der Vergangenheit haben belegen können, dass auch Tiere auf Musik reagieren. Dabei sprechen die Tiere auf ganz unterschiedliche Musikarten positiv an. Klassik ist demnach ein weiterer Favorit von Hunden, kommt aber beispielsweise auch bei Elefanten und Kühen an. Die instrumentalen Klänge haben eine besonders wohltuende Wirkung auf die Tiere.

Heavy Metal nicht das Richtige für Hunde

Musik, von der Hunde dagegen eher negativ beeinflusst werden, ist Heavy Metal. Die intensiven lauten Klänge lassen die Hunde aufgedreht und hibbelig wirken. Weiterhin reagierten die Tiere durch intensives Bellen auf die Heavy Metal Hits. Auch der Weiße Hai zeigt Reaktionen bei Heavy Metal. Bei ihm fördert dies Musik ein eher aggressives Verhalten.

Keinerlei Einfluss auf die Hunde hat dagegen Popmusik. Hier zeigen die Vierbeiner in Untersuchungen keine besonderen Reaktionen. Bei Klassik beginnen die Tiere zu entspannen und finden beispielsweise leichter in den Schlaf. Ist der eigene Hund also häufig unruhig, kann ihn eine CD mit Stücken von Beethoven, Bach und Brahms durchaus positiv beeinflussen und sanft in den Schlaf begleiten. Dabei hören Hunde natürlich auch bei der Musik Frequenzen, die den Menschen verborgen bleiben. Sie nehmen also noch einmal ganz andere Facetten der einzelnen Stücke wahr.

Schon im Jahr 2016 fanden Forscher heraus, dass Hunde überraschend viel von den Aussagen von Herrchen und Frauchen verstehen. Sie verarbeiten nämlich nicht nur den Tonfall, sondern auch den Inhalt der Aussagen. Das haben MRT Untersuchungen bei den Tieren belegen können.

Während der MRT Untersuchungen bekamen die Hunde Aussagen eines Hundetrainers zu hören, die in ganz unterschiedlichen Tonlagen gestaltet waren. Das MRT zeigte, dass die Aussagen verschiedene Reaktionen im Gehirn der Tiere auslösten. Wenn ein Hund gelobt wird und Inhalt und Tonfall der Aussage zusammenpassen, reagiert das Belohnungszentrum im Hirn darauf. Demnach kann beim Training mit dem Hund das Leckerli hin und wieder durchaus durch lobende Worte ersetzt werden.