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Gurken­kern­bandwurm

Der Gurkenkernbandwurm auch als Kürbiskernbandwurm bezeichnet, ist der häufigste Bandwurm beim Hund. Hund infizieren sich meist über Flöhe mit diesem Bandwurm. Bei Hunden sind in Deutschland etwa 4,5 % dieser Tierart betroffen. Die Glieder des Dipylidium caninum ähneln in Ihrer Form der von Gurken- oder Kürbiskerne, daher der Name.

Er ist für den Menschen allerdings völlig ungefährlich. Der Bandwurm wird 20-50 cmm lang. Der Skolex ist 0,5 mm breit, verfügt über vier Saugnäpfe und ein Rostellum mit 3-4 Hakenkränzen. Eine wesentliche Bedeutung hat dabei der Floh als Zwischenwirt.

Die Eier des Gurkenbandwurms werden von Flohlarven gefressen und entwickeln sich in diesen weiter. Die Übertragung erfolgt nur beim Verspeisen des Flohes. Beim Blutsaugen des Flohs wird kein Bandwurm übertragen. Beim Auflecken von Floh-Exkrementen mit der Zunge ist ebenso keine Übertragung denbar. Infizierte Flöhe entwickeln sie sich in 20 Tagen zum ausgewachsenen Wurm, der im Durchschnitt etwa 13 Zentimeter lang ist.

Größtenteils verläuft ein Wurmbefall still und leise. Es braucht eine sehr große Anzahl damit sich Symptome wie Verstopfung oder Durchfall und Abmagerung zeigen. Auch ein intesiver Juckreiz im Analbereich kann auf Wurmbefall aufmerksam machen. Da ein Kratzen an dieser Stelle für die Hunde kaum möglich ist, versuchen einige Vierbeiner durch Rutschen auf dem Po dem Jucken Herr zu werden. Dieses sogenannte Schlittenfahren ist damit auch ein Anzeichen für einen Wurmbefall. Da Flöhe als Zwischenwirte des Gurkenkernbandwurms dienen, sollte an erster Stelle der Flohbefall bekämpft werden. Im Anschluss dessen ist eine Bandwurmbehandlung der Tiere erforderlich.

Dieser Beitrag wurde am 04.05.2017 23:56 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 12.08.2017 19:20