Vestibularsyndrom

Vestibularsyndrom beim Hund

Taumeln, gestörte Koordination, eine Kopfschiefhaltung… Klingt irgendwie nach Schlaganfall. Doch es kann durchaus sein, dass dies durch eine andere Erkrankung bedingt ist. Was genau ein Vestibularsyndrom ist, wie man es behandelt und wie die Chancen auf Heilung stehen, erfahren Sie in diesem Artikel

Was ist das Vestibularsyndrom?

Beim Vestibularsyndrom wird das Vestibularorgan im Ohr, welches für die Orientierung im Raum und auch für den Gleichgewichtssinn zuständig ist, nicht mehr ausreichend durchblutet und es kommt zu Koordinationsstörungen.

Ursachen

Als Ursachen für dieses Syndrom gelten sowohl Entzündungen, aber auch Herzschwächen oder Infektionskrankheiten. In seltenen Fällen ist es eine eigenständige Erkrankung.

Symptome beim Hund

Wenn dieses Organ mit Blut unterversorgt ist, kommt es zu verschiedenen Symptomen:

  • im Kreis laufen
  • Schiefhaltung des Kopfes
  • Orientierungslosigkeit
  • Objekte werden gerammt
  • zuckende Augen (auch Nystagmus genannt)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Torkeln und ein unsicherer Gang

Schnelle Hilfe ist wichtig!

Da es für dich als Hundehalter schwer von einem „echten“ Schlaganfall zu unterscheiden ist, solltest du nicht zögern und sofort tierärztliche Hilfe aufsuchen. Denn nur so kann sicher abgeklärt werden um welche Erkrankung es sich handelt und eine dementsprechende Behandlung eingeleitet werden.

Prognose?

Die Prognose ist beim Vestibularsyndrom recht gut. Wenn eine Entzündung zu Grunde liegt, wird diese behandelt, wodurch innerhalb weniger Tage die Symptome zurückgehen und nach wenigen Wochen dürfte alles überstanden sein. Auch bei anderen Erkrankungen, die das Syndrom ausgelöst haben, lässt sich meist eine Behandlung einleiten. Und auch wenn das Vestibularsyndrom eigenständig auftritt, so ist es gut behandelbar. Jedoch kann es sein, dass ein solcher Anfall erneut auftritt und dabei ggf. stärker ausfällt.

Kann man vorbeugen?

Eine wirkliche Vorbeugung gibt es nicht. Im Prinzip sind es grundlegende Dinge, auf die du achten solltest. Ernähre deinen Hund ausgewogen und gesund und ermögliche ihm regelmäßig genügend Auslauf. Überfordere deinen Hund nicht und gönne ihm die Ruhe, die er braucht.