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Terrier oder aber Schoßhund

Die Meinungen gehen auseinander, ob dieser Kleinhund in erster Linie Terrier oder aber Schoßhund ist. Er ist eine vergleichsweise junge Züchtung und entstand im 20. Jh. durch die Kreuzung von kleinen Terrier-Rassen, die in den Mienen von Yorkshire als Rattenfängen arbeiteten, mit Skye Terriern. Es ist möglich, dass der Dandie Dinmont und der Malteser bei der Züchtung einer Rolle spielten. Das Ergebnis ist ein winziger Hund, der aber Feuer in seinem Charakter hat.

Yorkshire Terrier

Die Pflege

Der Yorkshire Terrier sollte möglichst täglich gründlich gekämmt und gebürstet werden. Das Fell muss mindestens zwei mal wöchentlich gebürstet werden. Auch sollte man den Yorkshire Terrier relativ häufig baden und die Haarspitzen regelmäßig schneiden. Steht Ihnen die Zeit für eine tägliche Pflege nicht zur Verfügung, besteht die Möglichkeit das Fell in einem so genannten Trimmsalon kürzer schneiden zu lassen. Üblicherweise werden die Haare vor den Augen mit einem Gummiring oder einer Schleife weg-gebunden. Bei dem Fell von “Showhunden” verwendet man meistens Papilloten die auf das Fell aufgedreht werden.

Ein pflegebedürftiges Haarkleid

Das Augenfälligste Merkmal des Yorkshire Terriers ist sein Fell, ein einzigartiges Haarkleid. Sein Haar ist außergewöhnlich lang und fein. Es wird bis zu 37cm lang. Im Vergleich dazu, es sind 1 bis 2cm bei kurzhaarigen Hunden.

Haarwachstum

Das Haar wächst dauerhaft und hat keine Unterwolle, es ist besonders seidig und glänzend und der Yorkshire Terrier Haart nie ab. Die fehlende Unterwolle führt dazu, dass das Fell des Yorkshire Terriers nur halb so dicht ist wie das bei anderen kleinen Hunden der Fall ist.

Damit ist die Haut des Yorkshire Terriers Angriffen von außen stark ausgesetzt. Hautprobleme sind bei Yorkshire Terriers einer der Hauptgründe für einen Besuch beim Tierarzt.

Ernährung

In mancher Hinsicht neigt er zu Empfindlichkeiten, deshalb braucht er eine Nahrung die präzise auf seinen spezifischen Bedarf abgestimmt ist.

Riechzellen

Er hat wesentlich weniger Riechzellen als zum Beispiel mittelgroße Hunde und sein Lebenstiel, immer in der Nähe seines Besitzers in Verbindung seines dominanten Wesen macht seine Fütterung nicht einfach und mag sein Anspruchvolles Essverhalten erklären.

Nur eine Nahrung mit außergewöhnlich hoher Akzeptanz kann Ihn zufrieden stellen.

Ein schmaler Kiefer und kräftige Zähne

Der Yorkshire Terrier hat einen schmalen, engen Kiefer. Die Größe und Form seiner Zähne sind jedoch aber Kräftig entwickelt.

Zahnsteinbildung

Sein Zahnstand begünstigt das anhaften von Nahrungsresten und somit eine bakterielle Besiedlung des Rachenraums. Die kann bereits in jungen Jahren zu Erkrankungen des Zahnhalteapperates führen. Die Zähne können letztendlich ausfallen. Zahn und Gebissprobleme sind beim Yorkshire Terrier der Hauptgrund um mit Ihm ein Tierarzt aufzusuchen.

Character

Wie es sich für einen ehemaligen Jagdhund gehört, der hauptsächlich gegen Ratten eingesetzt wurde, besitzt der Yorkshire Terrier ein sehr lebendiges und frohes Gemüt. Er ist Lebhaft, intelligent, etwas übermütig, lieb, wachsam, sehr anhänglich an ihre Besitzer. Auch vor größeren Hunden und fremden Menschen lässt er sich nicht einschüchtern. Diese Rasse ist hervorragend als Wachhund geeignet und bellt bei Gefahr. Dem Yorkshire Terrier sagt man nach das er als Begleithund einen guten Draht zum Menschen hat. Er genießt es regelrecht stets im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.

Aufzucht und Erziehung

Der Yorkshire Terrier besitzt eine sehr gute Auffassungsgabe und erlernt Dinge in raschen Tempo. Wenn man die Lerneinheiten stringent und in einer für den Hund abwechslungsreichen Art vorbringt, wird er die Anleitung des Herrchens schnell nachvollziehen. Ein interessante Internetseite mit Grundregeln der Erziehung des Yorkshire Terriers finden Sie hier unter Grundregeln der Erziehung des Yorkshire Terriers

Verträglichkeit

Bei einem respektvollem und achtsamen Umgang mit dem Yorkshire Terrier kommen Kinder und Hund gut miteinander aus. Alledings ist ein Zwerghund aber für kleine Kinder nicht die beste Wahl. Einige Hunde der Rasse Yorkshire Terrier können ein wenig übermütig gegenüber anderen Hunden sein. Mit Katzen oder anderen Haustieren verstehen sie sich aber mein recht gut.

Bewegung

Es kann sich flexibel den Gegebenheiten anpassen und von daher auch prima in einer Etagenwohnung gehalten werden.

Besonderheiten

Auf Ausstellungen wird hauptsächlich das lange, seidige Fell dieser Hunde bewertet. Man ganz sich denke ganz gut Vorstellen, dass es sehr arbeitsaufwendig ist, das Fell in einer guten Kondition zu halten.

Yorkshire Terrier Porträt

FCI-Standard

FCI-Gruppe 3, Sektion 4: Zwerg-Terrier,
Standard Nr. 86

Gehört zur Gruppe

3: Terrier

Ursprung

Vereinigtes Königreich

Grösse

Widerristhöhe:
Rüden und Hündinnen 18-23cm, 

Aussehen

Das üppige Haarkleid verdeckt einen winzigen, aber wohl proportionierten und kompakten Hund.

Fell

Obwohl man es oft getrimmt sieht, ist das Yorkshire-Fell das typischste Merkmal dieser Rasse: Lang und seidig, überall am Körper und am Kopf, kommt es nur in einer Farbvariante vor: dunkles Stahlblau am ganzen Körper, von der Rückseite des Kopfes bis zum Schwanzansatz, mit Hellbraun am Kopf, Brust und Beinen.

Gesundheit

Yorkshire haben erbliche Veranlagung zur Schilddrüsen- und Leberkrankheiten sowie Hüftgelenkproblemen. Wie viel andere Kleinhunde können sie an Zahnfäule leiden und benötigen regelmäßige Kontrollbesuche beim Tierarzt.

Besitzer brauchen

Verständnis dafür, dass der Yorkshire Terrier nicht nur ein Schoßhund ist sondern Spielzeiten und persönliche Zuwendung braucht. Außerdem müssen sie bereit sein, eine Menge Zeit für die Pflege aufzuwenden oder sich mit einem kürzeren, praktischen fell zufriedenzugeben.

Dieser Beitrag wurde am 25.10.2010 15:11 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2017 17:39