Tollwut

In diesem Artikel erfahren Sie noch mehr detaillierte Informationen über die Tollwut.

Definition

Die Tollwut welche auch unter dem Namen Rabies, Hundwut oder Wutkrankheit bekannt ist, ist eine seit Jahrtausenden bekannte, durch das Rabiesvirus übertragbare Krankheit, mit der sich neben Hunden und anderen Tieren auch Menschen infizieren können (Zoonose). Deutschland gehört zu Glück laut den amtlichen Statistiken derzeit zu den als tollwutfrei deklarierten Ländern. Einmal ausgebrochen, endet die Krankheit immer tödlich. Mittels einer Impfung lässt sich der Ausbruch der Tollwut beim Hund jedoch verhindern.

Übertragung

Der Hauptüberträger der Tollwut in Europa ist der Fuchs. Aber auch Fledermäuse und streunende Hund und Katzen können das Virus in sich tragen. Das Rhabdovirus kann nur durch einen Biss oder durch den Kontakt mit den Speichel erkrankter Tiere mit anderen offen Wunden übertragen werden. Durch Ausscheidungen wie Kot oder Urin eines erkrankten Hundes wird der Tollwut-Virus eher selten übertragen.

Symptome

Nach einer recht langen Inkubationszeit, die sogar auch mehrere Monate dauern kann und während der keine Symtome festzustellen sind, verläuft die Tollwut vielfach in drei Phasen, die sich auch überlappen können. In der ersten sogenannten Prodromal-Phase , welche meist einige Tage andauert, sind die erkrankten Hunde sehr scheu und schreckhaft. Übrigens verhält sich dies bei Wildtieren genau umgekehrt - ein an Tollwut erkranktes Wildtier wird ganz plötzlich sehr zutraulich. Es kann in dieser Phase auch zu Schluckbeschwerden und vermehrtem Speichelfluss kommen.

1 bis 2 Tage später kommt es dann zur typischen Agressivität und Wut, der Exzitationsphase , der die Tollwut ihren Namen verdankt. Der Hund beißt und schnappt ohne irgendwelche erkennbaren Ursachen. Das Speicheln und die Schluckbeschwerden nehmen zu.

Daran anschließend steht bereits das finale Stadium der Tollwut, dem Paralysestadium , das gekennzeichnet ist ist durch Lähmungen über den gesamten Körper, die in Koma und Tod übergehen.

Diagnose

Eine sichere Diagnose von Tollwut ist nur am toten Tier aufgrund von Laboruntersuchungen stellen. Am lebenden Hund ist nur eine Verdachtsdiagnose aufgrund der Beschwerden möglich. Bei jedem Hund der ohne ersichtlichen Grund speichelt oder unklare neurologische Symptome und Verhaltensänderungen zeigt, besteht Tollwutverdacht. Die Tollwut ist in Deutschland anzeigepflichtig - wenn Sie also ein erkranktes Tier haben oder sehen, dann melden Sie es bitte umgehend dem Amtstierarzt. Dieser leitet dann weiteren Maßnahmen ein, um eine verbreitung der Ansteckung zu verindern.

Behandlung

Eine Behandlung von Tollwut beim Hund ist in Deutschland wegen der hohen Ansteckungsgefahr für den Menschen verboten. Ist ein Tier nachweislich an Tollwut erkrankt, so muss es eingeschläfert werden.

Prognose

Die Tollwut (Rabies, Lyssa) verläuft bei Tieren immer tödlich. Die Prognose nach Ausbruch der Krankheit ist auch beim Menschen sehr schlecht.

Vorbeugende Impfung

Ja es gibt eine vorbeugende Impfung. Beginn des Schutzes ca. 2 Wochen nach der ersten Impfung - Dauer bis 5 Jahre, Kontrolle über Bestimmung der Antikörper. Mehr Informationen zur Tollwut Impfung finden hier. Auslandsreisen mit dem Hund sind nur möglich, wenn eine gültige Tollwutimpfung im Impfpass nachgewiesen wird.

--> Sie muss meist mindestens vier Wochen, darf höchstens aber ein Jahr zurückliegen.
Mit dem Auslegen von Impfködern für den Hauptüberträger Fuchs ist die Krankheit in vielen Regionen eingedämmt worden.

Gewinnspiel

Dieser Beitrag wurde am 13.08.2018 19:03 verfasst.

Zuletzt aktualisiert am 09.09.2018 16:13