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Entwurmung beim Hund - Da steckt doch der Wurm drin!

Würmer lauern überall, besser gesagt ihre Eier. Diese werden unter anderem durch den Kot „infizierter“ Tiere ausgeschieden oder können durch Mücken übertragen werden. Schnuppert ein Hund an diesem infizierten Kot oder frisst ihn, so nimmt er diese Eier oral auf und befördert sie durch Abschlucken in den Darm. Dort entwickeln sich über einen Zeitraum von 21-60 Tagen Würmer.

Auch eine tragende Hündin, welche mit Würmern infiziert ist, kann diese auf ihre ungeborenen Welpen übertragen. Spätestens nach der Geburt, durch die Aufnahme der Muttermilch, können Wurmstadien oder Wurmeier übertragen werden. Eine weitere Infektionsmöglichkeit besteht bei Kontakt mit Hakenwürmern. Diese können sich durch die Haut graben und so den Hund befallen.

Doch bedeutet ein Wurmbefall auch gleichzeitig eine Schädigung der Gesundheit? Welche Rolle spielen Haltung und Ernährung bei der Frage nach der Anfälligkeit für einen Wurmbefall?

Individuelle Faktoren für einen Wurmbefall: Alter, Nutzung, Haltung, Aufenthaltsort

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit eines Wurmbefalls beeinflussen. Je nach Alter, Haltung und Ernährung eines Hundes ist die Gefahr einer Ansteckung mit Würmern unterschiedlich hoch.

Alter und Gesundheitszustand

Allgemein gilt, dass Welpen und ältere Hunde ein deutliches höheres Risiko haben sich mit Würmern zu infizieren als erwachsene, gesunde Hunde, da ihr Immunsystem deutlich schwächer ist. Dazu kommt die „Staubsauger“ Funktion eines Welpen, denn Welpen fressen so gut wie alles was sie zwischen ihre Milchzähnchen bekommen, unter anderem auch den Kot anderer Tiere.

Generell gilt jedoch: Je geschwächter das Immunsystem ist und geschädigter die Darmflora ist, umso leichter haben es Würmer sich dauerhaft im Hund festzusetzen. Und darin besteht die Krux: Eine Wurmkur schädigt die Darmflora nachhaltig und schwächt das Immunsystem, welches nun mal im Darm sitzt. Somit erhöht eine Wurmkur sogar das Risiko, dass sich der Hund erneut mit Würmern „infiziert“!

Auch die Art der Haltung oder die „Nutzung“ des Vierbeiners kann bei der Einschätzung, ob ein Hund generell gefährdeter ist, von Bedeutung sein.

Haltungsform, Nutzung

An Orten, an denen viele Hunde zusammen leben, wie z.B. bei Züchtern oder in Tierheimen, steigt das Infektionsrisiko. Dort kann ein infizierter Hund, welcher nach einer bestimmten Zeit infektiösen Kot ausscheidet, alle anderen Tiere anstecken, welche Kontakt zu seinem Kot hatten. Eine Haltung auf Fliesen oder anderen glatten Böden erleichtert die Reinigung, welche gerade bei vielen Tieren penibel durchgeführt werden muss.

Durch das tägliche Entfernen des Kotes, sowie das (chemische) Reinigen der Böden, kann man einer Infektion sehr gut vorbeugen. Besonders betroffen vom „Infektionsrisiko“ sind Jagdhunde, da sie viel im Wald unterwegs sind und sie sich sowohl durch den Kot der Wildtiere, als auch durch das erlegte Wild selbst infizieren können.

Doch wie kann man einer Überpopulation von Würmern vorbeugen?

Ernährung

Entwurmung - Faktor Ernährung Ein nicht außer Acht zu lassender Faktor ist auch die Ernährung. Ein roh ernährter Hund (und auch eine roh ernährte Katze) haben ein ganz anderes, aggressiveres, Darmmilieu, als Tiere, welche mit Fertigfutter ernährt werden. Durch dieses aggressive und somit wurmfeindliche Darmmilieu, haben Würmer meist gar keine Chance sich festzusetzen. Außerdem stärkt eine artgerechte und ausgewogene Ernährung das Immunsystem, welches dann sein Übriges tut, um die Plagegeister in Schach zu halten oder gänzlich zu bekämpfen.

Es wurde außerdem bei Wolfsbeobachtungen festgestellt, dass diese bestimmte Kräuter fressen, um Wurmbefall anscheinend vorzubeugen, bzw. zu bekämpfen. Diese natürliche Selektion von hilfreichen Kräutern ist unseren Hunden, welche meist in einer betonierten Großstadt wohnen, nicht mehr möglich. Doch diese Kräutermischung gibt es mittlerweile im Fachhandel zu kaufen. Die darin enthaltenen natürlichen Wirkstoffe sorgen für ein wurmfeindliches Darmmilieu und beugen einem Wurmbefall vor.

Wurm-o-Vet wurde für den speziellen Ernährungsbedarf entwickelt, der im Zusammenhang mit Wurmbesatz entsteht. Der Mangel an Kräuterinhaltstoffen, wie Saponine, Bitterstoffe und Gerbstoffe kann bei unseren Haustieren zu einer Anfälligkeit für überhöhten Wurmbesatz führen. Im Gegensatz zu ihren in der Wildnis lebenden Artgenossen haben sie oftmals nicht die Möglichkeit, die genannten Stoffe durch Pflanzen und Kräuter aufzunehmen. Doch gerade diese Stoffe führen nachweislich bei ihren wilden Verwandten dazu, einen übermäßigen krankhaften Wurmbesatz zu vermeiden.

Um seltener einen Grund für chemische Wurmkuren (Arzneimittel) zu haben, sollte daher der Organismus des Tieres gestärkt werden. Dies erreichen Sie neben einer ausgewogenen Ernährung mit der gelegentlichen Zugabe von Futterergänzungen, die den Mangel an Kräuterinhaltstoffen wie Saponine, Bitterstoffe und Gerbstoffe wieder ausgleichen.

Wohnort und Reisen

Tiere, die in endemischen Regionen leben oder in solche (vorübergehend) verbracht werden (z.B.: Urlaub, Tierpensionen, Hunde- und Katzenausstellungen, Leistungsprüfungen etc.), tragen ein erhöhtes Risiko, sich mit den in diesen Regionen endemischen Parasiten zu infizieren. Gerade auf Ausstellungen steigt der Stresspegel enorm an, was zu einer Schwächung des Immunsystems führen kann. Eine Kotuntersuchung nach einem solchen Aufenthalt ist daher anzuraten.

Wie äußert sich ein Befall? Und was tun, wenn der Hund befallen wurde?

Das ist immer abhängig von der Art des Wurms und der Stärke des Befalls. Indizien sind in jedem Fall allgemeine Schwäche, Juckreiz am After (meist gekennzeichnet durch Rutschen auf dem Po, das sogenannte „Schlitten fahren“), Gewichtsabnahme, Erbrechen, Wurmbauch (aufgeblähter Bauch, gerade bei Welpen häufig) oder sogar die Ausscheidung von Würmern. Viele Wurmbefälle bleiben vollkommen unbemerkt, da das Immunsystem mit einem leichten Befall meist problemlos zurechtkommt.

Entwurmung - Tierarzt Stellen Sie jedoch eines oder mehrere dieser Anzeichen fest, ist ein Gang zum Tierarzt dringend anzuraten. Dort wird der Kot (Sammelprobe über 3 Tage!) des Hundes untersucht, wodurch festgestellt werden kann, ob Würmer für das Unwohlsein verantwortlich sind. Dabei kann festgestellt werden ob Würmer für das Unwohlsein verantwortlich sind und wenn ja, um welche Art es sich handelt. Bei einem Befall kann so auch die Wurm Art bestimmt werden. Danach richtet sich dann meist auch die Behandlung. Sollten die Symptome eher für einen Befall mit Herzwürmern sprechen, kann eine Blutuntersuchung fällig werden.

Und lassen Sie sich keine Wurmkur auf-zwängen von Ihrem Tierarzt, ohne vorher feststellen zu lassen ob der Hund überhaupt befallen ist! Eine Wurmkur besteht aus einem Nervengift, welches die Würmer lähmen soll, damit dieser über den Kot ausgeschieden werden können. Doch dieses Gift nimmt auch der Körper des Hundes auf. Durch die wiederholte Gabe von Wurmmitteln sind somit Immunerkrankungen, Futtermittelallergien, Überempfindlichkeiten, Dauerdurchfall, etc. möglich! Darum gilt: Erst bei einem nachgewiesenen Befall erfolgt eine Behandlung!

Und dabei sind Sie nicht auf die Chemiekeulen angewiesen! Erkundigen Sie sich nach natürlichen Wurmmitteln, wie beispielsweise dem Canina Kräuterkur Wurmschutz. Diese Mittel orientieren sich an dem Verhalten von Wölfen, welche spezielle Kräuter in der Natur fressen um ihren Darm zu regulieren und Würmern vorzubeugen. Sie wirken ebenso wie chemische Mittel, doch belasten den Körper des Hundes nicht. Weitere Informationen finden Sie unter: CanisAlpha® – Das Original Ernährungsberatung und Gesundheitszentrum für Hunde

Wie wird der Hund behandelt und wie stehen die Prognosen?

Ist ein Wurmbefall nachgewiesen worden und die Art bestimmt worden wird meist eine Wurmkur verschrieben. Dabei wird ein Mittel verabreicht, oftmals auch über mehrere Tage, das die Würmer im Körper abtötet. Daraufhin werden diese über den Kot ausgeschieden.

Diese Mittel bestehen aus toxischen Stoffen, welche den Organismus des Hundes stark belasten und die gesamte Darmflora des Hundes zerstören! Nicht selten folgen auf die Gabe des Wurmmittels Unwohlsein, Durchfall oder gar Erbrechen. Die toxischen Inhaltsstoffe des Wurmmittels werden im Körper des Tieres verstoffwechselt und belasten Nieren und Leber sehr stark. Da von Tierärzten oftmals eine vierteljährliche Entwurmung (auch ohne nachgewiesenen Befall!) verordnet wird, ist die dauerhafte Belastung der Organe die beste Voraussetzung für Nierenkrankheiten, Leberschäden, etc.

Außerdem werden durch die Zerstörung der Darmflora chronische Durchfälle und Futtermittelallergien gefördert. Und was Ihnen ein Tierarzt nicht erzählt: Die ständige Gabe vom Wurmmitteln und die daraus resultierende Zerstörung der Darmflora begünstigen sogar einen erneuten Wurmbefall, da die einst gesunde Darmflora geschwächt ist und ein wurmfreundliches Milieu entwickelt! Sollte Ihr Tierarzt sie also auch alle 3-4 Monate dazu drängen eine vermeintlich „prophylaktische“ Wurmkur zu machen, sollten Sie dringend Ihren Tierarzt wechseln! Suchen Sie sich einen kompetenten Veterinär, der auch beim Thema „natürliche Heilmittel“ bescheid weiß und sie gerne fachlich berät.

Je nachdem wie alt der Hund ist, in welchem körperlichen Zustand er sich befindet und ob bereits Folgeerkrankungen eingetreten sind, wie bspw. ein Leberleiden, stehen die Prognosen unterschiedlich gut.

Welpen haben oft mit den Würmern stärker zu kämpfen als ein gesunder ausgewachsener Hund. Doch im Großen und Ganzen stehen die Prognosen gut, dass der Hund vom Parasit befreit werden kann.

Ziel der Entwurmung

Um Hunde vor gesundheitlichen Schäden durch einen Wurmbefall zu bewahren, besteht die Möglichkeit der Entwurmung. Das Ziel der Entwurmung ist, egal ob bei der Behandlung mit chemischen oder natürlichen Mitteln, die Anzahl der Würmer und Wurmeier, die von den Vierbeinern mit ihrem Kot ausgeschieden werden, zu verringern und somit das Risiko des Ansteckens anderer Tiere zu verkleinern.

Wann sollte der Hund entwurmt werden?

Die erste Entwurmung sollte bei Welpen, nicht wie empfohlen, im Alter von 10 bis 14 Tagen stattfinden, sondern erst nach der Untersuchung des Kots. Studien haben gezeigt das Welpen sehr selten von Würmern befallen sind. Um eine so immense Belastung im frühen Welpen-alter zu vermeiden gilt hier das Gleiche wie für Erwachsene Hunde: Keine Behandlung ohne nachgewiesenen Befall! Diese erkennt man an den oben genannten Symptomen.

Es gibt im Übrigen die These, dass ein geringer Wurmbefall bei einem Welpen sogar gut auf das Immunsystem auswirkt, da solch eine „Infektion“ das Immunsystem fordert und fördert. Solange keine Krankheitssymptome zu bemerken sind, kann der Körper des Welpen eine solche „Belastung“ wegstecken und trainiert für ein gesundes Leben.

Was nützt eine prophylaktische Wurmkur und kann man den Hund vor Würmern schützen?

Die prophylaktische Wurmkur die leider noch immer häufig von Tierärzten empfohlen wird ist totaler Unfug, denn die Wurmkur wirkt nur in diesem Moment. Sie hat keinerlei vorbeugende Wirkung. Somit könnte der Hund sich am nächsten Tag bereits wieder mit Würmern infizieren. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Wurmkur kein harmloses kleines Mittelchen ist, sondern ein hochdosiertes Medikament das bei jeder Anwendung die Darmflora des Hundes durcheinander bringt und angreift. Daher sind viele Tiere nach einer Wurmkur sehr müde und schwach.

Wurmmittel bitte nur bei Befall geben

Auf Dauer behandelte Hunde können Schäden des Magen-Darm-Traktes davontragen! Darum sollte ein Wurmmittel nur dann gegeben werden, wenn auch wirklich ein Befall vorliegt. Alles andere wäre unnütze Quälerei für den Hund!

Vor Würmern schützen kann man einen Hund nicht. Wurmeier befinden sich überall und können sehr lange am Leben bleiben in der Natur. Lediglich beim Herzwurm besteht eine gewisse Schutzmaßnahme darin den Hund nicht in Risiko-gebiete, wie bspw. die Kanarischen Inseln, die italienische Poebene oder auch USA und Ungarn, mitzunehmen, oder aber vorher ein Spot-On-Präparat zu verabreichen, das die Überträger-Mücken davon abhält den Hund zu stechen. Ansonsten kann man nur dazu raten den Hund nicht unbeaufsichtigt draußen spielen zu lassen und ihn keinen Kot fressen zu lassen. Doch auch das ist keinerlei 100%ige Schutzmaßnahme.

Wenn man seinen geliebten Vierbeiner jedoch gesund und ausgewogen ernährt, ihm nützliche Kräuter zukommen lässt, verringert man das Risiko einer Infektion und der daraus resultierenden Erkrankungen immens.

Dieser Beitrag wurde am 10.04.2012 13:47 verfasst.

Geschrieben wurde der Beitrag von Saskia Gabler & Patrick Pape

Zuletzt aktualisiert am 12.10.2017 23:03